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Bundesbank: NACE Rev. 2.1 wird ab 2026 für Bankenmeldewesen bindend

Neue NACE-Klassifikation ab 2026 im Banken-Meldewesen

Die Deutsche Bundesbank informiert in einem Rundschreiben inländische Banken und Finanzinstitute über die verbindliche Einführung der neuen europäischen statistischen Systematik der Wirtschaftszweige, NACE Rev. 2.1, sowie der darauf basierenden nationalen Klassifikation WZ 2025.

Diese neuen Rahmenwerke sind für alle Stichtage nach dem 1. Januar 2026 im bankstatistischen Meldewesen anzuwenden.

Dies bedeutet, dass alle Meldungen, die ab dem 31. Januar 2026 erfolgen, nach NACE Rev. 2.1 zu erstellen sind.

Auch Korrekturmeldungen für frühere Stichtage müssen ab diesem Zeitpunkt die neue Systematik verwenden.

Die EZB hatte bereits Dezember 2024 den 1. Januar 2026 als Startzeitpunkt für AnaCredit festgelegt, und die Umstellung erfolgt harmonisiert nach einer Empfehlung des Joint Bank Reporting Committee (JBRC).

Harmonisierung des europäischen Meldewesens

Die Einführung von NACE Rev. 2.1 und WZ 2025 ist Teil der kontinuierlichen Bemühungen, die Qualität und Vergleichbarkeit statistischer Daten im europäischen Finanzsystem zu verbessern.

Die harmonisierte Umstellung, koordiniert durch EZB und EBA auf Basis einer JBRC-Empfehlung, ist entscheidend, um Fragmentierung zu vermeiden und eine einheitliche Datenbasis zu gewährleisten.

Insbesondere für Erhebungen wie AnaCredit, die granulare Kreditdaten erfassen, ist eine präzise und konsistente Klassifikation der Wirtschaftszweige unerlässlich für die Analyse von Finanzstabilität und geldpolitischen Transmissionen.

Dies unterstreicht die Bedeutung robuster Daten für die Zentralbankarbeit.

Wichtiger technischer Schritt für Datenqualität

Dieses Rundschreiben ist rein technischer Natur und informiert über die verbindliche Einführung einer neuen Klassifikation im bankstatistischen Meldewesen.

Es enthält keine geldpolitischen Signale oder Einschätzungen zur Wirtschaftslage.

Die Relevanz liegt in der Sicherstellung einer harmonisierten und qualitativ hochwertigen Datenbasis, die für die Analyse von Finanzstabilität und die Formulierung geldpolitischer Maßnahmen unerlässlich ist.

Für institutionelle Investoren ist die Bedeutung eher indirekt, da sie die Verlässlichkeit zukünftiger Daten verbessert.