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Bundesbank präzisiert Meldepflichten: Bulgarien-Euro, NACE-Update und Eurex-Statuswechsel

Neue Regeln für Bankenstatistik ab Oktober

Die Deutsche Bundesbank informiert Banken und Kreditinstitute mit Rundschreiben 57/2025 über wichtige Änderungen im bankstatistischen Meldewesen, die ab Oktober 2025 greifen.

Erstens können Institute bereits ab dem Berichtsmonat Oktober 2025 Verbindlichkeiten gegenüber bulgarischen Banken von ihrer Mindestreservebasis abziehen, obwohl Bulgarien erst ab Januar 2026 vollständig dem Euroraum zugeordnet wird.

Dies ist eine Übergangsregelung im Vorfeld der Euro-Einführung in Bulgarien.

Zweitens wird die neue statistische Systematik NACE Rev. 2.1 ab dem 1. Januar 2026 für alle Meldungen verbindlich, die sich auf Stichtage nach diesem Datum beziehen.

Dies betrifft insbesondere die Kreditnehmerstatistik und AnaCredit, wobei die Umstellung zu einer Neuzuordnung bestimmter Wirtschaftszweige führt.

Drittens wird die EUREX Clearing AG ab Oktober 2025 in der Bankenstatistik nicht mehr als MFI, sondern als 'sonstige Finanzierungsinstitution' geführt, da sie ihre Banklizenzen zurückgegeben hat.

Institute werden gebeten, signifikante Änderungen durch die Umschlüsselung zu melden.

Anpassungen für Eurozone und Datenqualität

Dieses Rundschreiben der Bundesbank ist ein typisches Beispiel für die kontinuierliche Anpassung des regulatorischen und statistischen Rahmens im Euroraum.

Die Übergangsregelung für Bulgarien unterstreicht die praktischen Herausforderungen der Euro-Erweiterung.

Die Einführung von NACE Rev. 2.1 ist Teil einer europaweiten Harmonisierung zur Verbesserung der Datenqualität und Vergleichbarkeit von Wirtschaftsstatistiken, die für die EZB-Geldpolitik und die Finanzstabilitätsanalyse von Bedeutung sind.

Die Neuklassifizierung der EUREX Clearing AG spiegelt die sich wandelnde Rolle von Finanzmarktinfrastrukturen wider und hat Auswirkungen auf die Aggregation von Sektordaten, was für die Analyse von Finanzströmen relevant ist.

Operationelle Updates für Banken

Das Rundschreiben bietet wichtige operationelle Anweisungen für Banken zur korrekten Erfüllung ihrer Meldepflichten.

Es enthält keine geldpolitischen Signale oder neue substanzielle Einschätzungen zur Wirtschaftslage.

Die Relevanz liegt in der Sicherstellung der Datenqualität und der Anpassung an regulatorische und statistische Neuerungen, wie die Euro-Einführung in Bulgarien und die aktualisierte NACE-Klassifikation.

Für institutionelle Investoren ist es primär als Hintergrundinformation zur Dateninterpretation relevant.