Bundesbank-Studie: Bar- und Girocard-Zahlungen für Händler am günstigsten
Kosten der Zahlungsmittel im Handel analysiert
Die Deutsche Bundesbank hat eine Studie zu den Kosten von Zahlungsmethoden im Einzelhandel veröffentlicht, die aufzeigt, dass Bar- und Girocard-Zahlungen für Händler die günstigsten Optionen darstellen.
Bargeld kostet durchschnittlich 0,43 € pro Transaktion, während die Girocard mit knapp 1 % des Umsatzes die kosteneffizienteste Methode ist.
Internationale Debit- und Kreditkarten wie Mastercard und Visa sind durch höhere Gebühren deutlich teurer.
Die Analyse hebt hervor, dass kleinere Händler höhere Kosten tragen als größere, da ihnen Verhandlungsmacht und Skaleneffekte fehlen.
Bundesbank-Vorstandsmitglied Burkhard Balz betont die Notwendigkeit von Kostentransparenz und mehr Wettbewerb, etwa durch europäische Initiativen wie Wero oder den digitalen Euro, um die Kosten für den Handel zu senken.
Die Studie basiert auf Zeitmessungen von 13.000 Transaktionen und einer Umfrage unter 268 Händlern.
Effizienz und Wettbewerb im Zahlungsverkehr
Die Bundesbank-Studie liefert wichtige empirische Daten in der anhaltenden Debatte um die Effizienz und Zukunft des Zahlungsverkehrs.
Sie unterstreicht die Relevanz von Bargeld und der Girocard in Deutschland, während gleichzeitig der Druck auf digitale Alternativen und europäische Lösungen wie Wero und den digitalen Euro wächst.
Die Ergebnisse sind besonders relevant für die Politikgestaltung, da sie die ungleiche Kostenlast für kleine und große Einzelhändler aufzeigen und somit Argumente für Maßnahmen zur Stärkung des Wettbewerbs im Zahlungsmarkt liefern.
Die Betonung der Kostentransparenz durch Balz spiegelt das Bestreben der Zentralbanken wider, einen effizienten und fairen Zahlungsverkehr zu gewährleisten.
Empirische Basis für Zahlungsverkehrspolitik
Die Studie liefert erstmals umfassende empirische Daten zu den Kosten von Zahlungsmitteln im deutschen Einzelhandel.
Sie quantifiziert die Vorteile von Bargeld und Girocard gegenüber internationalen Karten und beleuchtet Kostenunterschiede zwischen Händlergrößen.
Ein wichtiges Signal für Regulierer und Politik, das europäische Initiativen wie Wero und den digitalen Euro als Kostensenker positioniert.