Bundesbank: Deutschland erholt sich – Schuldenbremse muss reformiert werden
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Bundesbank: Deutschland erholt sich – Schuldenbremse muss reformiert werden

Wachstum, Inflation, Schuldenlast: Nagels Prognose

Die deutsche Wirtschaft erholt sich nach der Flaute allmählich, so die Bundesbank.

Getragen von Staatsausgaben und Exporten, soll das BIP 2026 um 0,6 Prozent und 2027 um 1,3 Prozent wachsen.

Doch die Freude ist getrübt: Die Inflation sinkt zäher als erwartet, bleibt bis 2028 nahe der 2-Prozent-Marke.

Gleichzeitig warnt Bundesbankpräsident Nagel vor einer steigenden Staatsverschuldung und fordert eine Reform der Schuldenbremse, um solide Finanzen langfristig zu sichern.

Fiskalpolitik und Strukturreformen im Fokus

Deutschlands Wirtschaft kämpft seit längerem mit strukturellen Problemen und einer schwachen Konjunktur.

Die Bundesbank-Prognose beleuchtet die Spannung zwischen kurzfristiger fiskalischer Stimulierung und dem Ruf nach nachhaltigen Strukturreformen.

Während die expansive Fiskalpolitik das Wachstum stützt, bleibt das Produktionspotenzial begrenzt.

Die Debatte um die Schuldenbremse und die langfristige Tragfähigkeit der Staatsfinanzen erhält damit neuen Zündstoff.

Erholung ja, aber mit Warnschuss

Die Bundesbank liefert eine detaillierte Prognose, die zwar eine Erholung skizziert, aber auch klare Warnungen ausspricht.

Besonders die hartnäckige Inflation und die steigende Staatsverschuldung sind zentrale Botschaften.

Nagels erneuter Appell zur Schuldenbremsenreform ist ein wichtiges Signal an die Politik.