Euroraum: M3-Wachstum zieht an, M1 schwächelt
Geldmengen-Mix für die EZB
Die Geldmenge M3 im Euroraum wuchs im November 2025 stärker als erwartet auf 3,0 Prozent, nach 2,8 Prozent im Vormonat.
Während das breitere Aggregat zulegte, verlangsamte sich das Wachstum der eng gefassten Geldmenge M1 auf 5,0 Prozent.
Gleichzeitig zeigten die Kreditmärkte robuste Impulse: Die Buchkredite an private Haushalte und Unternehmen legten auf 2,9 bzw. 3,1 Prozent zu.
Ein Blick ins Detail offenbart eine Verschiebung von täglich fälligen Einlagen hin zu längerfristigen Anlagen, was die Zinsnormalisierung widerspiegelt.
Zinsnormalisierung im Spiegel der Daten
Die aktuellen Geldmengendaten liefern der EZB ein gemischtes Bild.
Das beschleunigte M3-Wachstum könnte Inflationssorgen nähren, während die Verlangsamung von M1 auf eine anhaltende Normalisierung der Zinsstruktur hindeutet.
Die robuste Kreditnachfrage von Unternehmen und Haushalten ist ein positives Signal für die Realwirtschaft, könnte aber auch die Notwendigkeit einer restriktiven Geldpolitik untermauern.
Diese Zahlen werden die Debatte um den weiteren Zinspfad der EZB prägen.
Zinswende formt Geldmengen-Mix
Die Daten zeigen eine leichte Beschleunigung des breiten Geldmengenwachstums, begleitet von einer Verlangsamung bei M1.
Dies deutet auf eine Zinsnormalisierung hin, bei der Anleger Gelder von Sichteinlagen in höher verzinste Anlagen umschichten.
Die robuste Kreditvergabe an den Privatsektor ist ein positives Zeichen für die Wirtschaft, liefert aber auch Argumente für eine weiterhin restriktive Geldpolitik.
Original: Geldmengenentwicklung im Euroraum: November 2025
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