EZB hält Zinsen stabil – Inflationsprognose für 2026 steigt
BBK Press

EZB hält Zinsen stabil – Inflationsprognose für 2026 steigt

Zins-Pause mit Inflations-Warnsignal

Die Europäische Zentralbank belässt ihre Leitzinsen unverändert, signalisiert aber eine hartnäckigere Inflation im kommenden Jahr.

Die Einlagefazilität bleibt bei 2,00 Prozent.

Während die Gesamtinflation mittelfristig bei 2 Prozent gesehen wird, korrigierten die Eurosystem-Experten ihre Prognose für 2026 nach oben auf 1,9 Prozent, primär wegen eines langsameren Rückgangs der Dienstleistungsteuerung.

Auch das Wirtschaftswachstum wird für 2025 bis 2027 optimistischer eingeschätzt.

Der EZB-Rat betont seine datenabhängige Haltung und vermeidet jegliche Vorfestlegung auf künftige Zinsschritte.

Das Festhalten an der Zinspause trotz erhöhter Inflationserwartungen für 2026 zeigt eine vorsichtige Abwägung zwischen Preisstabilität und Konjunktur.

Die Gratwanderung der Währungshüter

Die heutige Entscheidung der EZB, die Zinsen unverändert zu lassen, steht im Spannungsfeld zwischen der mittelfristigen Inflationsberuhigung und kurzfristig hartnäckigeren Preisentwicklungen.

Während die Märkte auf klare Signale für den Zeitpunkt erster Zinssenkungen warten, liefert die Aufwärtsrevision der Inflationsprognose für 2026 ein hawkishes Detail.

Dies unterstreicht die anhaltende Vorsicht der Währungshüter, die sich nicht auf einen Zinspfad festlegen wollen, um flexibel auf die volatile Wirtschaftslage reagieren zu können.

Die Betonung der Datenabhängigkeit bleibt das Mantra.

Zinspause mit hawkishem Unterton

Die EZB bleibt auf Kurs, doch die revidierten Inflationsprognosen für 2026 – insbesondere bei Dienstleistungen – sind ein subtiles, aber klares Signal.

Sie zeigen, dass der Kampf gegen die Teuerung noch nicht gewonnen ist und die Währungshüter weiterhin wachsam bleiben.

Eine baldige Zinssenkung rückt damit in weitere Ferne, auch wenn die Leitzinsen heute stabil blieben.

Original: Geldpolitische Beschlüsse vom 18. Dezember 2025

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