Eurozone Leistungsbilanz schrumpft auf 283 Mrd. €; China-Defizit wächst
BBK Data

Eurozone Leistungsbilanz schrumpft auf 283 Mrd. €; China-Defizit wächst

Leistungsbilanz-Rückgang, IIP-Anstieg

Die Leistungsbilanz des Euroraums verzeichnete in den vier Quartalen bis zum dritten Quartal 2025 einen Überschuss von 283 Mrd. € (1,8 % des BIP), ein deutlicher Rückgang gegenüber 425 Mrd. € (2,8 % des BIP) im Vorjahr.

Hauptursache war ein Umschwung beim Primäreinkommen von einem Überschuss von 55 Mrd. € zu einem Defizit von 41 Mrd. €.

Auch ein höheres Defizit beim Sekundäreinkommen (188 Mrd. € nach 161 Mrd. €) und ein geringerer Dienstleistungsüberschuss (144 Mrd. € nach 168 Mrd. €) trugen bei, während der Warenhandelsüberschuss leicht auf 368 Mrd. € zulegte.

Geografisch sticht das auf 144 Mrd. € gewachsene Defizit gegenüber China hervor, während der Überschuss mit dem Vereinigten Königreich bei 206 Mrd. € stabil blieb.

Der Netto-Auslandsvermögensstatus stieg auf 1,72 Bio.

€ (11,0 % des BIP), getragen von positiven Preisänderungen und höheren Währungsreserven.

Die Bruttoauslandsverschuldung erreichte 16,96 Bio.

€.

Handelsdynamik und Vermögensverschiebung

Der Rückgang des Leistungsbilanzüberschusses, insbesondere der Umschwung beim Primäreinkommen, deutet auf veränderte globale Ertragsdynamiken hin, möglicherweise beeinflusst durch Zinsentwicklungen und Direktinvestitionserträge.

Das stark gewachsene Defizit gegenüber China unterstreicht die anhaltenden Handelsungleichgewichte und die Abhängigkeit von asiatischen Importen.

Gleichzeitig festigt der Anstieg des Netto-Auslandsvermögensstatus die Position des Euroraums als Netto-Gläubiger, auch wenn die Bruttoverschuldung ebenfalls zunimmt.

Diese Entwicklungen spiegeln die komplexen Wechselwirkungen zwischen globalem Handel, Kapitalflüssen und Währungsbewertungen wider.

Detailblick auf externe Ungleichgewichte

Die Daten bieten einen detaillierten Einblick in die externen Ungleichgewichte des Euroraums, insbesondere den Rückgang des Leistungsbilanzüberschusses und die geografischen Verschiebungen.

Obwohl es sich um eine reine Statistikveröffentlichung handelt, sind die Zahlen für die Analyse der globalen Position des Euroraums und seiner Handelsbeziehungen relevant.