EZB senkt Leitzinsen um 25 Basispunkte; Handelskonflikte belasten Ausblick
EZB senkt Zinsen, warnt vor Handelsrisiken
Der Wirtschaftsbericht der EZB vom Juni 2025 analysiert die jüngsten geldpolitischen Beschlüsse und die gesamtwirtschaftlichen Aussichten.
Der EZB-Rat senkte am 5. Juni 2025 die Leitzinsen um 25 Basispunkte, gestützt auf eine aktualisierte Inflationsbeurteilung.
Die Gesamtinflation wird für 2025 bei 2,0% und für 2026 bei 1,6% prognostiziert, eine Abwärtsrevision aufgrund niedrigerer Energiepreise und eines stärkeren Euro.
Das BIP-Wachstum bleibt 2025 bei 0,9%, wird aber 2026 durch Handelskonflikte und den Euro belastet.
Trotz Unsicherheiten durch Handelspolitik stützen steigende Realeinkommen, ein robuster Arbeitsmarkt und öffentliche Investitionen die Wirtschaft.
Die EZB betont ihren datenabhängigen Ansatz ohne Vorfestlegung auf künftige Zinsschritte.
Zwischen Zinssenkung, Handelskonflikten und Wachstum
Der Bericht erscheint nach der ersten Zinssenkung der EZB in diesem Zyklus und liefert die aktualisierten Projektionen für Inflation und Wachstum.
Er beleuchtet die anhaltende Unsicherheit durch globale Handelskonflikte, insbesondere die US-Zölle, die den Euroraum belasten.
Gleichzeitig betont die EZB die Resilienz der Wirtschaft durch steigende Realeinkommen und öffentliche Investitionen.
Die Betonung des datenabhängigen Vorgehens unterstreicht die Vorsicht der Zentralbank in einem volatilen Umfeld, in dem die Balance zwischen Preisstabilität und Wachstumsförderung entscheidend ist.
Zinssenkung mit vorsichtigem Ausblick
Der Bericht ist Pflichtlektüre, da er die erste Zinssenkung des Zyklus detailliert begründet und die aktualisierten makroökonomischen Projektionen liefert.
Die klaren Aussagen zu den Inflations- und Wachstumsaussichten, insbesondere die Abwärtsrevisionen durch Handelskonflikte und Euro-Stärke, sind wichtige Signale.
Die Betonung der Datenabhängigkeit und das Fehlen einer Vorfestlegung auf weitere Zinsschritte geben Orientierung in einem unsicheren Umfeld.