BBK Paper

EZB hält Leitzinsen stabil: Inflation am Ziel, doch globale Risiken drohen

Inflation am Ziel, globale Risiken im Fokus

Der EZB-Rat hat auf seiner Sitzung vom 24. Juli 2025 die Leitzinsen unverändert gelassen, da die Inflation mit 2,0 % das mittelfristige Ziel erreicht hat.

Die Wirtschaft des Euroraums zeigte sich trotz eines schwierigen globalen Umfelds widerstandsfähig, unterstützt durch frühere Zinssenkungen, robuste Arbeitsmärkte und steigende Realeinkommen.

Der binnenwirtschaftliche Preisdruck hat nachgelassen, und das Lohnwachstum verlangsamt sich.

Die EZB betont jedoch die anhaltende Unsicherheit, insbesondere durch Handelskonflikte und geopolitische Spannungen, die Abwärtsrisiken für das Wachstum und die Inflationsaussichten darstellen.

Zukünftige geldpolitische Entscheidungen bleiben datenabhängig und erfolgen von Sitzung zu Sitzung, ohne Festlegung auf einen bestimmten Zinspfad.

Geldpolitik im Spannungsfeld globaler Risiken

Dieser Wirtschaftsbericht erscheint in einer Phase, in der die EZB ihr Inflationsziel erreicht hat, aber mit erheblichen externen Unsicherheiten konfrontiert ist.

Die Betonung von Handelskonflikten, geopolitischen Spannungen und deren potenziellen Auswirkungen auf Wachstum und Inflation spiegelt eine globale Debatte wider.

Die Forderung nach fiskalischen und strukturellen Reformen sowie die Vollendung der Kapitalmarkt- und Bankenunion unterstreichen die Notwendigkeit einer umfassenden Politikantwort.

Bemerkenswert ist die detaillierte Analyse neuer Risikofaktoren wie der Wettbewerb aus China und die Auswirkungen höherer Verteidigungsausgaben, die auf eine Erweiterung des analytischen Fokus der Zentralbank hindeuten.

Stabile Politik, wachsende externe Risiken

Der Bericht bestätigt die aktuelle EZB-Politik: Leitzinsen stabil bei 2% Inflation.

Die Signalstärke liegt in der klaren datenabhängigen Forward Guidance und der expliziten Warnung vor externen Risiken (Handelskonflikte, Geopolitik).

Die Relevanz ergibt sich aus der detaillierten Umfeldeinschätzung und neuen analytischen Schwerpunkten, wie China-Wettbewerb und Verteidigungsausgaben.