EZB-Rat: Märkte widerstandsfähig, Inflation stabil, Zinszyklus beendet
EZB sieht Märkte robust, Inflation nahe Ziel
Der EZB-Rat beurteilte in seiner Oktober-Sitzung 2025 die Finanzmärkte als widerstandsfähig, mit hoher Risikobereitschaft und geringer Volatilität.
Die Wirtschaftsaussichten für den Euroraum und die USA blieben trotz Handelskonflikten robust.
Die Inflation im Euroraum bewegte sich mit 2,2% (Gesamt) bzw. 2,4% (Kern) nahe dem 2%-Ziel, gestützt durch nachlassendes Lohnwachstum.
Anleger haben weitere Zinssenkungen für 2025 weitgehend ausgepreist, während Experten den Zinszyklus als abgeschlossen betrachten.
Bedenken hinsichtlich potenzieller Überbewertungen an den Aktienmärkten, insbesondere in den USA, wurden geäußert, angetrieben durch KI-Optimismus.
Der Goldpreis stieg stark, möglicherweise als Absicherung oder Abkehr vom US-Dollar als Safe-Haven.
Die Finanzierungsbedingungen im Euroraum haben sich gelockert.
Geldpolitik im Spannungsfeld von Handel und KI
Diese Sitzungszusammenfassung bietet einen detaillierten Einblick in die geldpolitische Denkweise der EZB im Oktober 2025.
Sie bestätigt die Erwartung, dass der Zinszyklus für das laufende Jahr abgeschlossen ist, was den Märkten Klarheit verschafft.
Bemerkenswert ist die explizite Erwähnung von Überbewertungsrisiken an den Aktienmärkten, insbesondere im Kontext des KI-Booms, sowie die Beobachtung eines Goldpreisanstiegs, der auf eine mögliche Diversifizierung weg vom US-Dollar hindeuten könnte.
Die Diskussion über die Liquiditätsreserven in den USA und dem Vereinigten Königreich deutet auf eine bevorstehende Debatte über die Beendigung der quantitativen Straffung hin, während der Euroraum noch über reichliche Liquidität verfügt.
Klarheit über Zinszyklus, neue Marktrisiken
Die Zusammenfassung liefert eine umfassende und detaillierte Analyse der aktuellen Wirtschafts- und Finanzlage aus Sicht der EZB.
Die Bestätigung, dass der Zinszyklus für 2025 von Experten als abgeschlossen betrachtet wird, ist ein starkes Signal für die Marktteilnehmer.
Darüber hinaus werden wichtige neue Risikofaktoren wie die potenzielle Überbewertung von Aktien und eine Verschiebung bei den Safe-Haven-Anlagen (Gold) explizit thematisiert, was über die üblichen Inflations- und Wachstumsberichte hinausgeht und wertvolle Einblicke in die erweiterten Überlegungen des EZB-Rats bietet.