Zentralbanken treiben digitale Währungen voran: 91% erforschen CBDCs
Globale CBDC-Erkundung auf Hochtouren
Die BIS-Umfrage 2024 zeigt eine anhaltend starke Beteiligung der Zentralbanken an digitalen Währungen (CBDCs).
Von 93 befragten Zentralbanken erkunden 91% (85) entweder eine Retail-CBDC, eine Wholesale-CBDC oder beides.
Die Erforschung von Wholesale-CBDCs ist dabei aggregiert weiter fortgeschritten als die von Retail-CBDCs.
Fokus, Stadium und geplante Anwendungsfälle sowie Designmerkmale variieren stark zwischen den Jurisdiktionen.
Ein zentraler Treiber für viele Zentralbanken ist die Bewahrung der Rolle des Zentralbankgeldes angesichts des Rückgangs von Bargeld und der Zunahme der Tokenisierung traditioneller Vermögenswerte.
Mehr als ein Drittel der Jurisdiktionen hat die Arbeit an CBDCs aufgrund der Entwicklungen bei Stablecoins und anderen Krypto-Assets beschleunigt.
Dies unterstreicht die wachsende Bedeutung digitaler Währungen für die Finanzstabilität und die Zukunft des Geldes.
Bedeutung der CBDC-Entwicklung
Diese BIS-Umfrage liefert eine umfassende Momentaufnahme der globalen Bemühungen von Zentralbanken im Bereich digitaler Währungen.
Sie bestätigt den Trend, dass Zentralbanken weltweit aktiv die Einführung von CBDCs prüfen, um auf die Digitalisierung des Finanzwesens und neue Technologien wie die Tokenisierung zu reagieren.
Die Ergebnisse sind entscheidend für das Verständnis der strategischen Ausrichtung von Zentralbanken, insbesondere im Hinblick auf die Sicherung der Geldhoheit und die Anpassung an ein sich wandelndes Zahlungsverkehrsökosystem.
Die Beschleunigung der Arbeit aufgrund von Stablecoins und Krypto-Assets zeigt zudem die defensive Komponente dieser Initiativen.
Relevanz und Aussagekraft der Umfrage
Die Umfrage ist hochrelevant (4), da sie einen umfassenden Überblick über den globalen Stand der CBDC-Entwicklung bei 93 Zentralbanken bietet.
Sie beleuchtet die Motivationen und Fortschritte, insbesondere den fortgeschrittenen Status von Wholesale-CBDCs.
Die Signalstärke ist deskriptiv (2), da es sich um eine Bestandsaufnahme aktueller Aktivitäten handelt und nicht um eine zukunftsgerichtete Policy-Ankündigung oder Guidance.
Sie beschreibt den Status quo und die Treiber, ohne konkrete politische Implikationen zu formulieren.