BIS: US-Zölle 2025 – Lieferketten verstärken Inflationsschock
Die verborgene Wucht der US-Zölle
Die 2025 von den USA verhängten Zölle werden die Weltwirtschaft härter treffen als erwartet, vor allem durch die Verflechtung globaler Lieferketten.
Eine neue BIS-Studie zeigt, dass die Anhebung des durchschnittlichen effektiven Zollsatzes von 2,4% auf 17,4% zu erheblichen kurzfristigen Output-Verlusten und Inflationsdruck führt.
Besonders betroffen sind Volkswirtschaften, die tief in US-Lieferketten integriert sind, wobei das verarbeitende Gewerbe die größten Einbußen verzeichnet.
Während die USA selbst einen deutlichen Inflationsimpuls erleben, könnten enge Handelspartner wie Mexiko kurzfristig sogar Preissenkungen sehen, da die schwächere externe Nachfrage den Kostendruck überwiegt.
Langfristige Anpassungen mildern die Effekte zwar ab, können sie aber nicht vollständig kompensieren.
Die Studie betont zudem: Eine gezieltere Zollpolitik, die nur China und spezifische Industrien ins Visier nimmt, würde globale Schäden signifikant reduzieren und sogar zu Handelsumlenkungen führen, von denen Länder wie Vietnam profitieren könnten.
Protektionismus als Inflationsmotor
Die 2025er US-Zölle sind keine Einzelaktion, sondern die Fortsetzung eines globalen Trends zu protektionistischer Handelspolitik, der bereits mit den Trump-Zöllen 2018-2019 begann.
In einer Ära, in der globale Lieferketten durch Pandemie und geopolitische Spannungen ohnehin unter Druck stehen, verschärfen solche Maßnahmen die Fragmentierung.
Die BIS-Studie liefert nun eine quantitative Abschätzung der makroökonomischen Konsequenzen, die über die direkten Handelskosten hinausgehen und die komplexen Verflechtungen der Weltwirtschaft in den Fokus rücken.
Sie ist eine Warnung an politische Entscheidungsträger, die die kurz- und langfristigen Auswirkungen von Handelsbarrieren oft unterschätzen.
Modell zeigt die wahre Wucht der Zölle
Die Studie der BIS ist mehr als eine akademische Übung.
Sie quantifiziert präzise, wie die 2025er US-Zölle über globale Wertschöpfungsketten wirken und warum die Effekte oft unterschätzt werden.
Besonders die Rolle der Arbeitsangebotselastizität als Verstärker von Output-Verlusten ist ein wichtiger, wenn auch beunruhigender Befund für Policy-Experten.