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Basel-Ausschuss präzisiert G-SIB-Bewertung für 2025: Mehr Transparenz bei Systemrelevanz

G-SIB-Bewertung 2025: Basel-Ausschuss liefert Details

Der Basler Ausschuss für Bankenaufsicht (BCBS) hat weitere Informationen zur Bewertung global systemrelevanter Banken (G-SIBs) für 2025 veröffentlicht.

Diese Details sollen das Verständnis der Scoring-Methodik verbessern und begleiten die aktualisierte G-SIB-Liste des Finanzstabilitätsrats (FSB).

Die Publikation umfasst die Nenner der hochrangigen Indikatoren zur Berechnung der Banken-Scores, die individuellen Indikatoren für jede Bank im Sample sowie die Schwellenwerte zur Zuweisung von G-SIBs zu Risikoklassen für die Bestimmung der höheren Verlustabsorptionsanforderungen.

Die Methodik basiert auf Daten des vorherigen Geschäftsjahres (2024), die von den Banken geliefert und von nationalen Behörden validiert werden.

Die finalen Scores bestimmen die Kapitalanforderungen.

Hintergrund: Systemrelevanz und Kapitalpuffer

Die Bewertung global systemrelevanter Banken (G-SIBs) ist entscheidend für die Finanzstabilität.

Diese Banken, deren Ausfall weitreichende Folgen hätte, unterliegen strengeren Kapitalanforderungen, den sogenannten höheren Verlustabsorptionsanforderungen.

Die vom Basler Ausschuss festgelegte Methodik und die vom FSB veröffentlichte Liste gewährleisten, dass diese Institute angemessen kapitalisiert sind, um Schocks zu absorbieren.

Die Transparenz über die Berechnungsgrundlagen ist wichtig für Marktteilnehmer und Aufsichtsbehörden, um die Systemrelevanz und die damit verbundenen Risikopuffer besser zu verstehen und zu bewerten.

Klarheit bei G-SIB-Methodik, keine neue Politik

Die Veröffentlichung ist wichtig, da sie detaillierte Einblicke in die Berechnung der Systemrelevanz von Banken bietet, was für die Finanzstabilität und die Kapitalplanung der Institute relevant ist (Relevanz 4).

Es handelt sich jedoch um eine deskriptive Ergänzung zu einer bestehenden Methodik und nicht um eine neue politische Ankündigung oder Forward Guidance (Signalstärke 2).

Die Informationen verbessern das Verständnis, ändern aber nicht die grundlegenden Regeln.