Globale Immobilienpreise fallen im Q2 2025: Divergenz zwischen Industrie- und Schwellenländern
Globale Immobilienpreise sinken weiter
Die globalen Immobilienpreise sind im zweiten Quartal 2025 real um 0,8% gegenüber dem Vorjahr gesunken, was das dritte aufeinanderfolgende Jahr eines globalen Rückgangs markiert.
Die Schwellenländer verzeichneten einen Rückgang von 1,9%, angeführt von Asien (-3,6%), während Industrieökonomien einen Anstieg von 0,6% sahen, hauptsächlich in der Eurozone (+3,1%) und anderen europäischen Ländern.
Trotz des aggregierten Rückgangs zeigten über 70% der Industrie- und 50% der Schwellenländer ein moderates Preiswachstum.
Besonders starke Anstiege gab es in Nordmazedonien (+16%), Portugal (+15%) und Bulgarien (+11%).
Die größten Rückgänge waren in Hongkong (-8%), China (-6%) und Kanada (-5%) zu verzeichnen.
Langfristig haben sich die realen Preise in der Türkei seit der Finanzkrise mehr als verdoppelt, während sie in Italien, Südafrika und China unter dem Niveau von 2010 liegen.
Seit der Covid-19-Pandemie stiegen die Preise in der Türkei um 112%, in den USA und Mexiko um 20%, fielen aber in China um 17% und in Südafrika um 8%.
Implikationen für Geldpolitik und Stabilität
Die Entwicklung der Immobilienpreise ist ein zentraler Indikator für Zentralbanken zur Beurteilung der Finanzstabilität und der gesamtwirtschaftlichen Lage.
Die divergierenden Trends zwischen Industrie- und Schwellenländern sowie innerhalb der Regionen erschweren die geldpolitische Steuerung.
Während steigende Preise in einigen Eurozonen-Ländern und Osteuropa auf potenzielle Überhitzung oder Vermögensblasen hindeuten könnten, signalisieren anhaltende Rückgänge in Asien und Kanada wirtschaftlichen Gegenwind und Risiken für die Kreditmärkte.
Diese Daten sind entscheidend, um die Auswirkungen von Zinsanpassungen auf den Immobiliensektor zu verstehen und proaktive Maßnahmen zur Risikominimierung zu ergreifen.
Die langfristigen Vergleiche bieten zudem Einblicke in strukturelle Ungleichgewichte.
Wichtige Daten für Finanzstabilität
Der BIS-Bericht liefert entscheidende Daten zu globalen Immobilienpreisen.
Er ist hochrelevant für Zentralbanken zur Bewertung von Finanzstabilitätsrisiken, potenziellen Vermögensblasen und der Wirkung der Geldpolitik.
Die regionalen Divergenzen bieten wichtige Einblicke für makroprudenzielle Überlegungen.
Der Informationsgehalt ist für Risikobewertung und künftige geldpolitische Entscheidungen erheblich.
Original: BIS residential property price statistics, Q2 2025
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