BLS-Payroll-Revisionen: Mehr Rauschen als Rezessions-Signal
Revisionsdaten: Kein Frühindikator für Konjunktur
Monatliche Revisionen der BLS-Gehaltsabrechnungsdaten erweisen sich entgegen mancher Marktbehauptung als unzuverlässige Frühindikatoren für Rezessionen.
Zwar zeigen die Daten um Konjunkturwenden ein prozyklisches und stärker seriell korreliertes Verhalten, wie von der ehemaligen BLS-Kommissarin Erica Groshen beschrieben.
Doch diese Muster führen oft zu Fehlalarmen.
Selbst im Sample übertreffen etablierte Indikatoren wie Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe oder der Chicago Fed National Activity Index die Revisionsdaten bei der Erkennung von Rezessionen deutlich.
Die Out-of-Sample-Prognoseleistung der Revisionen ist gering, ihre Fähigkeit, Konjunkturwenden vorherzusagen, kaum besser als Zufall.
Verlässlichkeit von Arbeitsmarktdaten
Die Suche nach verlässlichen Frühindikatoren für Konjunkturwenden ist eine Daueraufgabe für Analysten und Zentralbanken.
Arbeitsmarktdaten, insbesondere die monatlichen BLS-Payroll-Zahlen, stehen dabei stets im Fokus.
Ihre Revisionen, die oft erst Monate später bekannt werden, nähren regelmäßig Spekulationen über versteckte Signale.
Dieses Working Paper liefert nun eine klare empirische Antwort auf die Frage, ob diese Revisionen tatsächlich mehr als nur Rauschen sind – und entzaubert damit einen Mythos.
Mythos entzaubert
Das Papier liefert eine wichtige empirische Klarstellung zu einer oft diskutierten Marktbehauptung.
Für Analysten, die BLS-Revisionen als Frühindikator nutzten, ist dies eine Ernüchterung.
Es bestätigt die Überlegenheit etablierter Indikatoren und unterstreicht die Komplexität der Rezessionsprognose.
Original: BLS Payroll Revisions: Forecasting Recessions
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