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CBDC-Risiken für Banken: Studie zeigt Disintermediation und Stabilitätsgewinn durch Haltegrenzen

CBDC-Effekte auf Banken und Finanzstabilität

Eine BIZ-Studie untersucht die Auswirkungen einer digitalen Zentralbankwährung (CBDC) auf das Bankensystem, fokussierend auf "langsame" (Konkurrenz zu Einlagen) und "schnelle" (Verstärkung von Bank Runs) Disintermediation.

Eine Umfrage unter deutschen Haushalten zeigt Offenheit für einen digitalen Euro, aber auch ein erhöhtes Abzugsrisiko von Banken in Stresszeiten, wenn CBDC verfügbar ist.

Das makroökonomische Modell bestätigt, dass eine CBDC ohne Begrenzung die Finanzstabilität reduzieren könnte, da sie einen attraktiven sicheren Hafen bei Bank Runs bietet.

Die zentrale Erkenntnis ist, dass eine CBDC mit einer geeigneten Haltegrenze sowohl die Finanzstabilität als auch das Wohlbefinden steigern kann.

Diese Grenze ermöglicht es, die Vorteile des digitalen Euros zu nutzen, während der destabilisierende Effekt auf das Bank Run-Risiko effektiv unterbunden wird.

Dies kann ein fragiles Bankensystem stabilisieren.

Bedeutung für EZB-Entscheidung zu digitalem Euro

Die Europäische Zentralbank (EZB) befindet sich in der Vorbereitungsphase für einen digitalen Euro.

Diese Studie der BIZ liefert wichtige empirische und modellbasierte Erkenntnisse über die potenziellen Auswirkungen einer solchen CBDC auf das Bankensystem und die Finanzstabilität, insbesondere im Hinblick auf die Gestaltung von Haltegrenzen.

Die Ergebnisse sind direkt relevant für die politischen Entscheidungsträger der EZB und der nationalen Zentralbanken im Eurosystem, um ein Design zu finden, das die Vorteile des digitalen Geldes nutzt, ohne die Stabilität des Finanzsektors zu gefährden.

Die Diskussion um Haltegrenzen ist dabei zentral.

Wichtige Erkenntnisse für CBDC-Design

Die Studie liefert fundierte, modellbasierte Erkenntnisse zur Gestaltung einer CBDC, die direkt die Finanzstabilität und das Bankensystem betreffen.

Die Ergebnisse sind für die laufende Diskussion um den digitalen Euro und die Notwendigkeit von Haltegrenzen von hoher Relevanz.

Obwohl es sich um eine Forschungsarbeit handelt, sind die Implikationen für die Politikgestaltung erheblich und bieten konkrete Ansatzpunkte für die EZB.

Original: CBDC and banks: disintermediating fast and slow

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