Kincaid: Digitalisierung erzwingt globale Einheit im Verbraucherschutz
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Kincaid: Digitalisierung erzwingt globale Einheit im Verbraucherschutz

Einheit gegen digitale Risiken

Irlands stellvertretender Notenbank-Gouverneur Colm Kincaid fordert einen global koordinierten Ansatz für den Finanzverbraucherschutz.

Angesichts der rasanten Digitalisierung und neuer Risiken sei eine „ganzheitliche, geeinte und international abgestimmte Strategie“ unerlässlich.

Kincaid verwies auf EU-Initiativen wie MiCAR und DORA sowie Irlands neuen Verbraucherschutzkodex ab März 2026, der technologiegestützte Ausbeutung verhindern soll.

Die Botschaft ist klar: Ohne internationale Zusammenarbeit und eine gemeinsame Definition von „finanziellem Wohlergehen“ droht die digitale Transformation das Vertrauen der Konsumenten zu untergraben.

Regulierer ringen mit Tech-Risiken

Die Finanzwelt digitalisiert sich rasant, doch Regulierer kämpfen noch immer mit den grenzüberschreitenden Risiken für Verbraucher.

Kincaids Appell unterstreicht die wachsende Erkenntnis, dass nationale Alleingänge nicht mehr ausreichen.

Von der EU mit MiCAR und DORA bis zu den G20/OECD-Prinzipien – überall wird versucht, den Wildwuchs an Innovationen zu zähmen und gleichzeitig das Vertrauen der Nutzer zu sichern.

Dublin positioniert sich hier als Vorreiter, der seine Erfahrungen teilt und auf eine gemeinsame Front drängt.

Mehr Koordination, weniger Flickenteppich

Kincaids Rede bestätigt den regulatorischen Konsens: Digitale Finanzdienstleistungen erfordern eine abgestimmte, grenzüberschreitende Aufsicht.

Die Betonung der „Einheit“ und die konkreten Verweise auf Irlands neuen Kodex sowie EU-Regularien geben eine klare Richtung vor.

Es ist ein Signal, dass die Fragmentierung im Verbraucherschutz nicht länger tragbar ist und die Definition von „finanziellem Wohlergehen“ die nächste große Aufgabe wird.