BIS-Studie: Sicherheit und Anreize entscheidend für Digitalen Euro
Was den Digitalen Euro attraktiv macht
Ein Working Paper der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIS) analysiert mittels eines Discrete Choice Experiments die Präferenzen österreichischer Konsumenten für einen digitalen Euro.
Die Studie zeigt, dass unter realistischen Annahmen etwa 45% der Befragten eine Einführung beabsichtigen würden.
Entscheidende Treiber für die Akzeptanz sind demnach Sicherheit gegen finanzielle Verluste und monetäre Anreize.
Die Präferenz für Datenschutz ist ohne finanzielle Kompensation gering, obwohl ein Drittel der Teilnehmer einen hohen Wert darauf legt.
Offline-Funktionalität hat begrenzten Einfluss, während Kartenzahlungen leicht gegenüber Smartphone-Apps bevorzugt werden.
Akzeptanz variiert stark nach Alter und Vertrauen in die Zentralbank.
Wichtige Daten für EZB-Entscheidung
Die Europäische Zentralbank (EZB) und die Europäische Kommission treiben die Entwicklung eines digitalen Euro voran, dessen Erfolg maßgeblich von der Akzeptanz der Bürger abhängt.
Diese BIS-Studie füllt eine Lücke in der Forschung, indem sie robuste, repräsentative Daten zu Konsumentenpräferenzen liefert.
Die Ergebnisse sind direkt auf die laufenden politischen Diskussionen zugeschnitten und bieten der EZB konkrete Anhaltspunkte für die Gestaltung des digitalen Euro, insbesondere hinsichtlich der Balance zwischen Datenschutz, Sicherheit und Anreizen.
Dies ist entscheidend für die Etablierung eines ergänzenden Zahlungsmittels.
Empirische Basis für EZB-Design
Die Studie liefert dringend benötigte, empirische Daten zur Konsumentenakzeptanz eines digitalen Euro, direkt relevant für die EZB-Designphase.
Ihre methodische Strenge und repräsentative Stichprobe machen die Ergebnisse besonders wertvoll.
Sie quantifizieren die Bedeutung von Sicherheit und Anreizen und bieten klare Handlungsempfehlungen für die EZB, um eine breite Akzeptanz zu erreichen.