El Niño: Perus Wirtschaft und Geldpolitik vor extremen Klima-Herausforderungen
El Niño schockt Perus Wirtschaft und Geldpolitik
Die Studie der BIS untersucht die makroökonomischen Auswirkungen von El Niño Costero auf Peru, einem extremen Wetterereignis, das Dürren, Überschwemmungen und Hitzewellen verursacht.
Anhand von Daten von 1994 bis 2019 zeigen die Autoren, dass El Niño als persistenter angebotsseitiger Schock wirkt: Er führt zu Inflationsdruck, insbesondere durch höhere Lebensmittelpreise, während das BIP gleichzeitig schrumpft.
Die Effekte sind langanhaltend und sektorspezifisch; Primärsektoren reagieren sofort und stark, während nicht-primäre Sektoren verzögerte, aber persistente negative Auswirkungen erfahren.
Ein semi-strukturelles Modell mit fünf nicht-linearen Kanälen repliziert diese Befunde.
Starke El Niño-Ereignisse lösen Inflationsdruck und Nachfragerückgang aus; schwere Ereignisse führen zu langfristiger BIP-Kontraktion und steigenden Inflationserwartungen.
Bei anhaltenden Ereignissen kann die Glaubwürdigkeit der Zentralbank leiden.
Eine entschlossene (hawkish) Geldpolitik ist entscheidend zur Inflationsstabilisierung, trotz wirtschaftlicher Kosten.
Klimawandel-Risiken für Zentralbanken
Diese BIS-Studie ist für Zentralbanken in klimaanfälligen Regionen von hoher Relevanz.
Sie beleuchtet, wie extreme Wetterereignisse wie El Niño als persistente Angebotsschocks die Geldpolitik herausfordern, indem sie stagflationäre Tendenzen erzeugen und die Glaubwürdigkeit der Zentralbank untergraben können.
Die Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit, Klimarisiken in makroökonomische Modelle zu integrieren und nicht-lineare Effekte auf Inflation und Wachstum zu berücksichtigen.
Für Zentralbanker in betroffenen Volkswirtschaften liefert die Studie konkrete Einblicke in die Abwägungen bei der Inflationsstabilisierung angesichts klimabedingter Störungen.
Klimarisiko & Geldpolitik-Herausforderungen
Das Papier bietet entscheidende Einblicke in die makrofinanziellen Implikationen des Klimawandels, ein wachsendes Anliegen für Zentralbanken.
Es quantifiziert die persistenten, stagflationären Effekte von El Niño und zeigt, wie diese die Geldpolitik vor komplexe Herausforderungen stellen, insbesondere in Bezug auf Inflationsstabilisierung und Glaubwürdigkeit.
Die Betonung nicht-linearer Transmissionskanäle und der Notwendigkeit einer hawkishen Haltung trotz wirtschaftlicher Kosten ist eine wichtige Botschaft für Entscheidungsträger.