BIS warnt: G20-Zahlungsziele bis 2027 verfehlt
Zahlungsverkehr: Ambition trifft Realität
Die G20-Ziele zur Beschleunigung des grenzüberschreitenden Zahlungsverkehrs werden bis Ende 2027 voraussichtlich nicht erreicht.
Obwohl die G20-Roadmap erheblichen Schwung erzeugt und die meisten internationalen Politikmaßnahmen abgeschlossen sind, bleiben die Verbesserungen für Endnutzer bisher bescheiden.
Eine solide Basis für ein inklusiveres globales Zahlungssystem ist zwar gelegt, doch die Umsetzung hinkt hinterher.
Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIS) mahnt daher eine konsequente und zeitnahe Implementierung der Roadmap-Prioritäten sowie eine stärkere öffentlich-private Zusammenarbeit an, um die ambitionierten Ziele doch noch zu erreichen.
Grenzüberschreitend: Der steinige Weg
Die G20-Roadmap zur Verbesserung des grenzüberschreitenden Zahlungsverkehrs war eine direkte Antwort auf die seit Langem beklagten Ineffizienzen: hohe Kosten, lange Dauer und mangelnde Transparenz.
Sie sollte das globale Finanzsystem modernisieren und inklusiver gestalten.
Die nun von der BIS geäußerte Skepsis, die 2027-Ziele zu erreichen, zeigt, dass selbst mit politischem Willen und technologischen Fortschritten die Transformation komplexer globaler Infrastrukturen eine Herkulesaufgabe bleibt.
Es geht um mehr als nur Technik – es geht um Koordination und Anreize.
Ambition trifft Realität
Die BIS-Einschätzung ist ein Realitätscheck für die ambitionierten G20-Ziele.
Sie zeigt, dass selbst mit hohem politischen Momentum die Umsetzung komplexer, grenzüberschreitender Infrastrukturprojekte auf erhebliche Hürden stößt.
Die Warnung vor dem Verfehlen der 2027-Ziele ist ein klares Signal an Regulierer und Privatsektor, den Druck zu erhöhen.
Für Investoren im Zahlungsverkehrssektor ist dies ein wichtiger Hinweis auf die anhaltenden Herausforderungen.