Restoy (BIS): EU-Bankenregulierung braucht Vereinfachung und Bankenunion-Vollendung
BIS-Experte fordert Reform der EU-Bankenregulierung
Fernando Restoy vom FSI der BIZ betont, dass verschärfte prudenzielle Vorschriften nach der Finanzkrise keine unverhältnismäßigen Auswirkungen auf die Kreditvergabekapazität von Banken oder die Makroökonomie hatten.
Dennoch sieht er Verbesserungspotenzial: Vereinfachung von Anforderungen und eine Neuausrichtung hin zu maßgeschneiderten Aufsichtsmaßnahmen.
Zudem sei eine Stärkung der Regulierung von Nichtbanken durch spezifische Anforderungen notwendig.
Für Europa schlägt Restoy vor, die Komplexität des institutionellen Rahmens für die Bankenregulierung und deren Compliance-Kosten zu untersuchen.
Die Hauptpriorität zur Steigerung der Effizienz und Profitabilität der Branche bleibe jedoch die Förderung eines integrierten Bankensystems.
Dies erfordere den Abbau politischer Hindernisse für grenzüberschreitende Konsolidierungen und entschlossenere Schritte zur Vollendung der Bankenunion.
Hintergrund zur EU-Finanzmarktstabilität
Fernando Restoy ist Vorsitzender des Financial Stability Institute (FSI) der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ), einer wichtigen Institution für die globale Finanzstabilität.
Seine Rede auf der FinSAC-Konferenz in Wien, die sich mit der Finanzsektorstabilität in Zeiten geopolitischer Turbulenzen befasst, unterstreicht die Relevanz seiner Aussagen.
Die Diskussion über die Balance zwischen Regulierung, Wachstum und der Vollendung der Bankenunion ist ein zentrales Thema für europäische Zentralbanken und Aufsichtsbehörden, insbesondere im Hinblick auf die Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz des europäischen Finanzsektors.
Wichtige Impulse für EU-Finanzpolitik
Die Aussagen des FSI-Vorsitzenden der BIZ sind für Zentralbanken und Aufsichtsbehörden in Europa von hoher Relevanz.
Sie geben klare Empfehlungen zur Weiterentwicklung der Finanzregulierung, insbesondere zur Vereinfachung, Stärkung der Nichtbankenregulierung und der dringenden Notwendigkeit, die Bankenunion zu vollenden.
Dies bietet wichtige Forward Guidance für die zukünftige Ausrichtung der europäischen Finanzmarktpolitik und -integration.