Villeroy de Galhau: Europas Banken brauchen mehr Wettbewerbskraft
Bankenwettbewerb: Transatlantische Kluft
François Villeroy de Galhau, Gouverneur der Banque de France, eröffnete am 25. November 2025 die ACPR-Konferenz in Paris mit einer Rede zur Wettbewerbsfähigkeit des europäischen Bankensektors.
Er betonte die grundsätzliche Solidität französischer Banken, räumte jedoch eine temporäre Rentabilitätslücke bei Festzinskrediten ein.
Die eigentliche Herausforderung sieht er im transatlantischen Vergleich.
Villeroy de Galhau forderte eine differenzierte Betrachtung von Regulierung und Zahlungssystemen als Einflussfaktoren.
Entscheidende Treiber für die Wettbewerbsfähigkeit seien stattdessen die Größe der Finanzinstitute und die öffentliche Unterstützung.
Er unterstrich die Bedeutung des Themas für die wirtschaftliche Souveränität Europas.
Debatte um Europas Finanzmarktstärke
Die Rede von Villeroy de Galhau reiht sich in die aktuelle Debatte um die Stärkung der europäischen Finanzmärkte und die Schaffung einer echten Kapitalmarktunion ein.
Angesichts der Dominanz US-amerikanischer Banken und Kapitalmärkte wird in Europa zunehmend die Frage nach der Wettbewerbsfähigkeit und Größe der eigenen Finanzinstitute gestellt.
Der Gouverneur der Banque de France positioniert sich hier klar für eine strategische Auseinandersetzung mit den strukturellen Nachteilen gegenüber den USA, jenseits der oft zitierten Regulierungsdebatte.
Dies unterstreicht die wachsende Besorgnis über Europas wirtschaftliche Souveränität im Finanzsektor.
Strategischer Weckruf für Europas Banken
Die Rede ist relevant durch den hochrangigen Sprecher und das zentrale Thema der europäischen Bankenwettbewerbsfähigkeit.
Sie liefert eine strategische Einordnung der Herausforderungen, insbesondere im transatlantischen Vergleich.
Obwohl keine konkreten politischen Maßnahmen angekündigt werden, setzt sie wichtige Impulse für die zukünftige Debatte über die Struktur und Stärke des europäischen Finanzsektors und seine wirtschaftliche Souveränität.