BIS Paper

BIS: Globale Firmen sichern Fremdwährungsschulden oft ab, doch Risiken lauern

Fremdwährungsschulden: Breite Absicherung, EME-Risiken

Eine BIS-Forschungsarbeit vom 18. November 2025 analysiert die Fremdwährungsverschuldung grosser Unternehmen weltweit und deren Absicherungsstrategien.

Die Studie zeigt, dass Fremdwährungsschulden in Industrie- und Schwellenländern weit verbreitet sind, entgegen der Annahme, dies sei primär ein Problem der Schwellenmärkte.

Die meisten Firmen sichern ihre Wechselkursrisiken optimal ab, oft durch Einnahmen, Vermögenswerte oder andere Geschäftsaspekte in Fremdwährungen.

Jedoch bleiben einige Unternehmen, insbesondere in Schwellenländern, anfällig für erhebliche Verluste bei einer plötzlichen Abwertung ihrer Lokalwährung gegenüber dem US-Dollar.

Die Ergebnisse sind entscheidend für politische Entscheidungsträger zur Steuerung von Risiken aus Fremdwährungsverbindlichkeiten.

Finanzstabilität im Fokus der Währungsrisiken

Diese BIS-Analyse liefert wichtige Erkenntnisse für die Debatte um globale Finanzstabilität und das Management von Währungsrisiken.

Sie widerlegt die gängige Annahme, dass Fremdwährungsverschuldung primär ein Problem der Schwellenmärkte sei, indem sie deren weite Verbreitung auch in Industrieländern aufzeigt.

Die detaillierten firmenspezifischen Daten von 2005 bis 2023 ermöglichen eine präzisere Einschätzung der Absicherungspraktiken und identifizieren spezifische Schwachstellen in Schwellenländern.

Dies ist besonders relevant für Zentralbanken und Regulierungsbehörden, die potenzielle Schocks durch Währungsschwankungen antizipieren und mindern müssen.

Neue Daten mit klaren Policy-Implikationen

Die Studie bietet durch ihre umfassenden firmenspezifischen Daten neue Einblicke in die globale Landschaft der Fremdwährungsverschuldung und Absicherung.

Sie korrigiert eine verbreitete Fehleinschätzung und liefert konkrete Anhaltspunkte für die Risikobewertung, insbesondere bezüglich der 'dicken Enden' ungedeckter Risiken in Schwellenländern.

Für Zentralbanker und Regulierer ist dies eine wichtige Grundlage zur Gestaltung von Massnahmen zur Stärkung der Finanzstabilität und zur Minderung von Währungsschockrisiken.

Original: FX debt and optimal exchange rate hedging

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