Makhlouf: Klimaziele in Gefahr – Untätigkeit kostet 13 Prozent BIP
Klimafinanzierung: Notenbank warnt vor Stillstand
Gabriel Makhlouf, Gouverneur der irischen Zentralbank, warnt eindringlich vor einem schwindenden Momentum bei der Klimafinanzierung.
Trotz Fortschritten – Irlands Emissionen sanken um 10 Prozent, nachhaltige Fonds in Europa wuchsen auf 9,1 Billionen Euro – sei das Land nicht auf Kurs für seine 2030-Ziele.
Die Finanzflüsse zu nachhaltigen Aktivitäten erreichen nur ein Viertel des Bedarfs, während politische Prioritäten und Greenwashing-Risiken den Fortschritt bremsen.
Makhlouf betont, die Kosten der Untätigkeit überstiegen jene des Handelns bei Weitem: Ein globales BIP-Minus von 13 Prozent drohe bis 2050.
Die Notenbank fordert daher eine Neuausrichtung auf konkrete Ergebnisse und eine Vereinfachung der EU-Regulierung.
Notenbanken im Klimakampf
Die Warnungen Gabriel Makhloufs reihen sich ein in die wachsende Besorgnis vieler Zentralbanken über die makroökonomischen und finanziellen Risiken des Klimawandels.
Während Institute wie die EZB und die Bank of England eigene Stresstests und grüne Anleiheprogramme auflegen, ringt der Sektor mit der Komplexität der Umsetzung und dem Vorwurf des Greenwashings.
Makhloufs Appell unterstreicht die Dringlichkeit, die Klimafinanzierung trotz geopolitischer und wirtschaftlicher Turbulenzen nicht aus den Augen zu verlieren und die Lücke zwischen Ambition und Realität zu schließen.
Klartext zur Klimafinanzierung
Makhlouf liefert eine schonungslose Bestandsaufnahme: Zwar gibt es Fortschritte, doch das Tempo reicht nicht aus, und das Momentum schwindet.
Seine Warnung vor einem globalen BIP-Verlust von 13 Prozent durch Untätigkeit ist ein starkes Signal an Politik und Finanzsektor, die Anstrengungen zu verdoppeln.
Die Forderung nach Vereinfachung der EU-Regulierung ist ein wichtiger praktischer Hinweis.