Makhlouf: Fakten sind Bollwerk gegen Fragmentierung
Forschung als Stabilitätsanker in Dublin
Gabriel Makhlouf, Gouverneur der irischen Zentralbank, betont die zentrale Rolle unabhängiger Forschung im Kampf gegen globale Fragmentierung und schwindendes Vertrauen in Expertise.
Er attestiert der irischen und Euro-Wirtschaft ein gutes Jahr 2025, trotz geopolitischer Turbulenzen.
Die Forschung der Zentralbank untermauerte wichtige Entscheidungen, etwa bei Hypothekenmaßnahmen, und lieferte die Grundlage für die Einschätzung, dass Irlands Wirtschaft US-Zöllen standhalten kann.
Makhlouf positioniert evidenzbasierte Analyse als essenzielles Gegengewicht zu politischen Strömungen, die Fakten und Wissenschaft infrage stellen.
Expertise im Geopolitik-Sturm
Die Rede adressiert einen globalen Trend: Das Vertrauen in Institutionen und Expertise erodiert, befeuert durch soziale Medien und politische Bewegungen, die wissenschaftliche Legitimität anzweifeln.
Zentralbanken, traditionell Hüter der Daten- und Faktenbasiertheit, stehen unter Druck.
Makhloufs Plädoyer für unabhängige Forschung ist eine direkte Antwort darauf und positioniert die irische Zentralbank als stabilisierende Kraft im öffentlichen Diskurs, die sich den Herausforderungen einer zunehmend fragmentierten Welt entgegenstellt.
Mehr Selbstverständnis als Signal
Makhlouf liefert ein klares Plädoyer für die Bedeutung unabhängiger Forschung in einer zunehmend fragmentierten Welt.
Während er keine neuen geldpolitischen Signale sendet, unterstreicht er die Rolle der Zentralbank als Hüterin evidenzbasierter Politik.
Die Betonung der Resilienz Irlands gegenüber US-Zöllen ist ein konkreter Lichtblick, der die Relevanz für Investoren unterstreicht.