Makhlouf: Zölle kosten Irlands Wirtschaft 1 Prozent
Dublin im globalen Gegenwind
Irlands Zentralbankchef Gabriel Makhlouf warnt vor den realen Kosten der globalen Fragmentierung: Zölle könnten die irische Wirtschaft im Vergleich zu einem zollfreien Szenario um ein Prozent schrumpfen lassen.
In seiner Rede in Dublin prognostizierte Makhlouf zudem eine Verlangsamung des Wachstums von 2,9 Prozent in diesem Jahr auf knapp über 2 Prozent in den kommenden Jahren.
Trotz robuster Konsumausgaben und Investitionen sieht er Gegenwind durch Handelsbarrieren und politische Unberechenbarkeit.
Makhlouf betont die Notwendigkeit internationaler Zusammenarbeit und fordert, sich auf den Aufbau einer neuen multilateralen Ordnung zu konzentrieren.
Dublin setzt auf Stabilität, solide Fiskalpolitik und den Abbau von Infrastrukturlücken, um die FDI-getragene Wachstumsstrategie fortzusetzen.
Geopolitik trifft Irlands Wachstum
Makhloufs Rede spiegelt die wachsende Sorge vieler offener Volkswirtschaften wider, die unter der zunehmenden geoeconomischen Fragmentierung leiden.
Für Irland, das stark von ausländischen Direktinvestitionen und dem Handel mit dem Vereinigten Königreich, den USA und der EU abhängt, sind Handelsbarrieren und unberechenbare Politik direkte Bedrohungen.
Die Betonung der Notwendigkeit einer neuen multilateralen Ordnung ist ein klarer Appell an globale Kooperation in Zeiten, in denen Protektionismus und Blockbildung zunehmen.
Dublin positioniert sich hier als Verfechter einer offenen Weltwirtschaft, auch wenn die Realität zunehmend andere Wege geht.
Klartext zur Fragmentierung
Makhlouf liefert eine prägnante Analyse der globalen Herausforderungen für eine kleine, offene Volkswirtschaft wie Irland.
Die konkrete Zahl zum BIP-Verlust durch Zölle ist ein starkes Signal.
Auch wenn keine neuen geldpolitischen Signale gesendet werden, ist die Betonung der Notwendigkeit internationaler Zusammenarbeit und der Fokus auf Infrastrukturinvestitionen für Investoren und Policy-Experten relevant.