Albaniens Notenbank: Digitalisierung ist kein Luxus, sondern Fundament
Albaniens digitaler Sprung
Albaniens Zentralbank-Gouverneur Gent Sejko positioniert die digitale Transformation als unverzichtbares Fundament für eine resiliente und intelligente Wirtschaft.
Er hebt die kürzlich erfolgte SEPA-Integration Albaniens (7. Oktober 2025) als wichtigen Meilenstein hervor, der schnellere, günstigere und sicherere Zahlungen in Europa ermöglicht.
Parallel dazu modernisiert die Bank von Albanien ihre nationalen Zahlungssysteme für Sofortzahlungen rund um die Uhr und fördert elektronische Transaktionen.
Über den Zahlungsverkehr hinaus beeinflusst Innovation auch die Geldpolitik, etwa durch fortschrittliche Inflationsmodelle und Datenanalyse zur Risikobewertung.
Diese strategische Neuausrichtung, gepaart mit enger Zusammenarbeit zwischen Notenbank und Wissenschaft, soll strukturelle Barrieren überwinden und die Wettbewerbsfähigkeit des Landes steigern.
Südosteuropa im digitalen Wandel
Die digitale Transformation ist für viele Schwellenländer, insbesondere im Westbalkan, ein zentraler Hebel, um strukturelle Defizite zu überwinden und die Integration in den europäischen Wirtschaftsraum zu beschleunigen.
Albaniens SEPA-Beitritt ist ein konkreter Schritt in diese Richtung und signalisiert den Willen zur Harmonisierung.
Zentralbanken spielen dabei eine Doppelrolle: als Treiber der Digitalisierung im Finanzsystem und als Anwender neuer Technologien in ihrer eigenen Kernfunktion, von der Geldpolitik bis zur Finanzstabilität.
Digitalisierung als strategischer Imperativ
Sejko liefert eine klare Vision für die Rolle der Digitalisierung in Albaniens Wirtschaftsentwicklung.
Die Betonung der SEPA-Integration und der Modernisierung der Zahlungssysteme zeigt konkrete Fortschritte und den strategischen Fokus der Notenbank.
Die Rede beleuchtet, wie Technologie die Effizienz und Resilienz des Finanzsystems stärkt, und betont die Notwendigkeit einer engen Zusammenarbeit mit der Wissenschaft.