US-Zölle schocken Devisenmarkt: $9,5 Billionen täglich
Hedging-Welle nach US-Tarifen
Der globale Devisenhandel explodierte im April 2025 auf täglich 9,5 Billionen US-Dollar.
Auslöser waren überraschende US-Tarifankündigungen, die eine unerwartete Dollar-Abwertung und eine panische Hedging-Welle auslösten.
Viele Investoren waren nach Jahren hoher Absicherungskosten durch die globale Straffung der Geldpolitik unterhedged und mussten nun ihre Dollar-Positionen absichern.
Bemerkenswert ist, dass die Banken trotz des Ansturms die Risiken weitgehend intern managten, was einen geordneten Marktverlauf sicherte, während der Interbankenhandel mit FX-Swaps stagnierte.
Geopolitik trifft Finanzmärkte
Die Episode im April 2025 zeigt, wie geopolitische Schocks – hier US-Tarife – unmittelbar auf die globalen Finanzmärkte durchschlagen.
Sie unterstreicht zudem die anhaltende Dominanz finanzieller Motive im Devisenhandel, der das globale BIP um das 30-fache übersteigt.
Die Vorgeschichte der globalen geldpolitischen Straffung seit 2022, die Absicherungskosten in die Höhe trieb und viele Investoren unterversichert ließ, bildete den Nährboden für die Heftigkeit der Reaktion.
Dies verdeutlicht die Fragilität des Systems bei unerwarteten Ereignissen.
Marktreaktion als Lehrstück
Die BIS-Analyse ist ein Lehrstück über die Wechselwirkungen von Geopolitik, Geldpolitik und Marktstruktur.
Sie zeigt, wie jahrelange hohe Absicherungskosten eine Lücke in der Risikovorsorge schufen, die bei einem Schock wie den US-Tarifen voll durchschlug.
Die Fähigkeit der Banken, den Ansturm intern abzufedern, ist ein positives Signal für die Marktstabilität, doch die zugrunde liegende Anfälligkeit bleibt eine Herausforderung für Risikomanager und Aufseher.
Original: Global FX markets when hedging takes centre stage
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