Globaler FX-Handel erreicht 9,6 Bio. USD; OTC-Derivate steigen auf 7,9 Bio. USD
FX- und Derivatehandel erreicht Rekordwerte
Der globale Devisenhandel (FX) erreichte im April 2025 täglich 9,6 Billionen USD, ein Anstieg von 28% seit 2022.
Der Handel mit außerbörslichen Zinsderivaten (OTC) stieg um 59% auf 7,9 Billionen USD pro Tag.
Der US-Dollar blieb die meistgehandelte Währung im FX-Markt (89%), gefolgt vom Euro (28,9%) und Yen (16,8%).
FX-Swaps waren mit 4 Billionen USD täglich das dominierende Instrument.
Bei OTC-Zinsderivaten verdoppelte sich der Euro-Anteil auf 38%, während der USD-Anteil auf 31% sank.
Der Handel konzentriert sich weiterhin stark auf vier Jurisdiktionen (UK, USA, Singapur, Hongkong SAR), die 75% des FX-Handels ausmachen.
Das Vereinigte Königreich ist mit 38% der wichtigste FX-Handelsplatz und dominierte auch bei Zinsderivaten mit 50%.
Marktstruktur und Stabilität
Die BIS-Umfrage liefert essenzielle Einblicke in die Dynamik und Struktur der globalen FX- und OTC-Derivatemärkte.
Das signifikante Wachstum unterstreicht die zunehmende Bedeutung dieser Märkte für die globale Finanzstabilität und Liquidität.
Die Verschiebung der Anteile bei Zinsderivaten, insbesondere der Anstieg des Euro und der Rückgang des US-Dollars, ist bemerkenswert und könnte auf veränderte Hedging-Bedürfnisse und Zinsdifferenzen hindeuten.
Die anhaltende Konzentration des Handels in wenigen Zentren birgt systemische Risiken, erfordert aber auch eine koordinierte Aufsicht.
Wichtige Marktdaten für Zentralbanken
Die BIS-Umfrage ist die umfassendste Quelle für globale FX- und OTC-Derivatemärkte.
Sie liefert wichtige deskriptive Daten zur Marktgröße, -struktur und -dynamik, die für die Überwachung der Finanzstabilität und die Formulierung geldpolitischer Empfehlungen unerlässlich sind.
Die Ergebnisse sind deskriptiv und bieten keine direkten Forward-Guidance-Signale, sind aber für das Verständnis der Marktliquidität und -risiken von hoher Relevanz.