BIS Paper

Derivate-Boom: Libor-Aus und Basis-Trader treiben 25 Billionen Dollar

Derivate-Markt explodiert: 87% Wachstum in drei Jahren

Der globale Derivatemarkt für Zinsprodukte ist zwischen 2022 und 2025 um 87 Prozent auf täglich 25 Billionen US-Dollar explodiert.

Treibende Kräfte sind die Libor-Reform, die Overnight Index Swaps (OIS) zum dominanten OTC-Instrument machte, und der Aufstieg des Cash-Futures-Basis-Trades durch Hedgefonds im XTD-Markt.

Auch die scharfen geldpolitischen Kurswechsel seit 2022 befeuerten die Aktivität, insbesondere bei kurzfristigen Futures.

Während in entwickelten Märkten sowohl OTC- als auch XTD-Segmente wuchsen, dominieren in Schwellenländern weiterhin OTC-Kontrakte.

Die Studie zeigt: Der Markt hat sich fundamental neu aufgestellt, doch Clearing-Komplexität und fehlende XTD-Märkte in EMEs bremsen weiteres Wachstum.

Nach-Libor-Ära: Neue Risiken, neue Chancen

Die Finanzkrise zwang zur Reform der OTC-Derivatemärkte und der Referenzzinssätze.

Der Abschied vom Libor war dabei ein Paradigmenwechsel, der nun seine volle Wirkung entfaltet.

Die Dominanz der OIS und das Aufkommen des Basis-Trades zeigen, wie Marktteilnehmer auf die neuen Rahmenbedingungen reagieren.

Gleichzeitig offenbaren die Herausforderungen in Schwellenländern, dass die Marktintegration noch lange nicht abgeschlossen ist.

Die BIS-Analyse liefert eine Momentaufnahme dieser tiefgreifenden Transformation.

Pflichtlektüre für Derivate-Strategen

Die BIS-Analyse seziert präzise die Kräfte hinter dem Derivate-Boom und die tiefgreifenden Strukturveränderungen nach der Libor-Reform.

Für jeden, der im Zinsderivate-Markt agiert oder ihn reguliert, ist dies eine unverzichtbare Bestandsaufnahme.

Sie zeigt, wo die Liquidität fließt und welche Arbitrage-Strategien die Märkte prägen.