Chinas Immobilien-Effekt: Konsum-Boost nur in Metropolen, Jüngere leiden
BIS Paper

Chinas Immobilien-Effekt: Konsum-Boost nur in Metropolen, Jüngere leiden

Immobilien-Effekt: Chinas geteilte Realität

Chinas Immobilienmarkt offenbart eine gespaltene Realität: Während steigende Hauspreise in den Tier-1- und Tier-2-Metropolen den Konsum ankurbeln – ein Plus von 1,6% bei 10% Preissteigerung – bleibt dieser Effekt in kleineren Städten aus.

Eine neue BIS-Studie, gestützt auf einzigartige Alipay-Zahlungsdaten, zeigt zudem: Ältere Hausbesitzer profitieren am stärksten, während jüngere Haushalte in Tier-3- und Tier-4-Städten sogar einen Konsumrückgang erleben.

Diese regionalen und demografischen Unterschiede stellen Pekings Ambitionen für ein konsumgetriebenes Wachstum vor komplexe Herausforderungen.

Pekings Konsum-Wende am Scheideweg

Der chinesische Immobilienmarkt ist seit 2021 ein Damoklesschwert über der Wirtschaft, mit der Gefahr einer Schulden-Deflations-Spirale.

Gleichzeitig setzt Peking auf eine Neuausrichtung hin zu einem konsumgetriebenen Wachstumsmodell.

Da Immobilien einen Großteil des Haushaltsvermögens ausmachen, ist das Verständnis der Vermögenseffekte auf den Konsum entscheidend.

Die Studie liefert nun die lange fehlenden, granular aufgeschlüsselten Daten, die für eine zielgerichtete Politik unerlässlich sind.

Granulare Daten, komplexe Implikationen

Die Nutzung von Alipay-Daten ist ein methodischer Durchbruch, der die bisherigen Lücken in der Analyse chinesischer Konsummuster schließt.

Die Erkenntnisse über die regionalen und demografischen Unterschiede der Vermögenseffekte sind für die chinesische Wirtschaftspolitik von hoher Relevanz, insbesondere im Kontext der angestrebten Konsumförderung und der Stabilisierung des Immobilienmarktes.

Original: Housing wealth effects in China

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