Norges Bank hält Zins bei 4 Prozent – nur zögerliche Senkungen in Sicht
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Norges Bank hält Zins bei 4 Prozent – nur zögerliche Senkungen in Sicht

Norwegens Notenbank bremst Zinssenkungen

Die Norges Bank hält den Leitzins bei 4 Prozent, signalisiert aber eine äußerst vorsichtige Normalisierung der Geldpolitik.

Obwohl der Kampf gegen die Inflation als „vollständig abgeschlossen“ gilt, bleibt die Teuerung mit 3 Prozent zu hoch, getrieben von heimischen Preisen und einer schwächeren Krone.

Die Notenbank plant für 2026 nur 1-2 Zinssenkungen und erwartet bis Ende 2028 einen Leitzins von knapp über 3 Prozent.

Eine schnelle Lockerung ist nicht in Sicht, um die Inflationsziele nicht zu gefährden.

Inflationskampf noch nicht gewonnen

Nach aggressiven Zinserhöhungen in den Vorjahren befindet sich die Norges Bank im globalen Chor der Zentralbanken, die den „letzten Kilometer“ der Inflationsbekämpfung meistern müssen.

Während andere Notenbanken bereits über den Zeitpunkt erster Senkungen spekulieren, betont Oslo die Notwendigkeit, die heimische Preisdynamik und die Wechselkursentwicklung genau zu beobachten.

Die norwegische Wirtschaft zeigt sich resilient, aber die Notenbank will eine Überhitzung vermeiden, während sie gleichzeitig die Beschäftigung im Blick behält.

Geduld ist die neue Tugend

Die Norges Bank sendet ein klares Signal: Der Leitzins wird zwar gehalten, aber die Tür für Senkungen im kommenden Jahr steht offen – wenn auch nur einen Spalt.

Die Betonung der langsamen Normalisierung und des langfristigen Zinspfads auf über 3 Prozent bis 2028 ist die eigentliche Botschaft.

Eine schnelle geldpolitische Lockerung ist nicht zu erwarten, trotz des vermeintlich abgeschlossenen Inflationskampfes.

Original: Ida Wolden Bache: Policy rate kept unchanged at 4 percent

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