BCBS 239: Banken ringen weiter mit Risikodaten
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BCBS 239: Banken ringen weiter mit Risikodaten

Risikodaten: Anspruch und Realität

Banken kämpfen weiterhin mit der effektiven Umsetzung der BCBS 239-Prinzipien zur Risikodatenaggregation, wie ein aktueller BIS-Bericht zeigt.

Obwohl das Framework seit 2013 als Fundament dient, erschweren fragmentierte Systeme, Datenherkunft und grenzüberschreitende Abstimmung die vollständige Compliance.

Zunehmend integrieren Institute die Prinzipien in breitere Daten-Governance-Strategien, doch Widerstände und fehlende Datenkultur bremsen den Fortschritt.

Der Basler Ausschuss setzt auf Dialog, um die Anpassung an neue Technologien und Geschäftsmodelle zu fördern.

Daten als strategischer Asset

Seit der globalen Finanzkrise steht die Qualität von Risikodaten im Fokus der Aufsichtsbehörden.

BCBS 239 war Basels Antwort auf die mangelnde Transparenz und Aggregationsfähigkeit der Banken.

Der aktuelle Bericht macht deutlich: Was als regulatorische Pflicht begann, entwickelt sich zur strategischen Notwendigkeit.

Banken erkennen zunehmend, dass Daten nicht nur Compliance, sondern auch Geschäftsmodelle und Effizienz treiben – ein Paradigmenwechsel, der jedoch mit erheblichen Implementierungshürden verbunden ist.

Dauerbrenner mit neuen Facetten

Der Bericht bestätigt, dass BCBS 239 ein Dauerbrenner bleibt.

Er liefert keine neuen regulatorischen Vorgaben, sondern eine ehrliche Bestandsaufnahme der anhaltenden Herausforderungen bei der Datenaggregation.

Die Betonung von unternehmensweiter Daten-Governance und der frühen Rolle von KI zeigt jedoch, wie sich das Thema über die reine Compliance hinaus entwickelt.

Für Banken und Aufseher sind die Einblicke in Best Practices und Fallstricke relevant.