Pakistans Zahlungsverkehr: PayPak globalisiert sich
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Pakistans Zahlungsverkehr: PayPak globalisiert sich

Nationales Zahlungssystem auf Expansionskurs

Die State Bank of Pakistan (SBP) treibt die Modernisierung ihres nationalen Zahlungsverkehrs voran, indem sie das heimische System PayPak durch Co-Badging mit globalen Anbietern wie MasterCard und UnionPay internationalisiert.

Diese hybride Strategie ermöglicht pakistanischen Kunden internationale und E-Commerce-Zahlungen, während inländische Transaktionen lokal abgewickelt werden.

Ziel ist es, die Finanzinklusion zu stärken, Kosten zu senken und die Akzeptanz von PayPak zu erhöhen.

Trotz eines Marktanteils von über 25% bei Debitkarten liegt die Nutzungsrate von PayPak derzeit bei nur 6%, was die SBP durch diese Partnerschaften und verbesserte Marketingkampagnen beheben will.

Digitalisierung und Finanzinklusion

Viele Schwellenländer ringen um die Balance zwischen nationaler Zahlungssouveränität und globaler Interoperabilität.

Pakistans Vorstoß, sein heimisches Zahlungssystem PayPak durch internationale Partnerschaften aufzuwerten, spiegelt diesen Trend wider.

Es ist ein pragmatischer Weg, die Vorteile globaler Netzwerke zu nutzen, ohne die Kontrolle über den heimischen Zahlungsverkehr aufzugeben.

Für eine Volkswirtschaft mit hohem Wachstumspotenzial und einer großen, noch nicht vollständig digitalisierten Bevölkerung ist dies ein entscheidender Schritt zur Förderung der Finanzinklusion und zur Ankurbelung der digitalen Wirtschaft.

Hybrid-Strategie mit Wachstumspotenzial

Die Rede des SBP-Gouverneurs skizziert eine klare und konkrete Strategie zur Stärkung des pakistanischen Zahlungsverkehrs.

Das Co-Badging ist ein direkter Policy-Schritt, der auf die Schwächen des nationalen Systems abzielt und gleichzeitig dessen Vorteile bewahrt.

Es ist ein wichtiges Signal für den Finanzsektor Pakistans und für internationale Zahlungsdienstleister, die in diesem wachsenden Markt Fuß fassen wollen.