Serbische Zentralbank: CBDCs sichern Souveränität gegen BigTech-Macht
Zahlungsverkehr: Innovation trifft Regulierung
Jorgovanka Tabaković, Gouverneurin der Nationalbank Serbiens, eröffnete die Konferenz „Banking Law 2025“ und sprach über die Herausforderungen im modernen Zahlungsverkehr.
Sie betonte das Spannungsfeld zwischen rasantem digitalen Fortschritt und den inhärenten Risiken, die eine strenge Regulierung erfordern.
Die Transformation von Daten in ökonomischen Wert, verstärkt durch KI, verschärfe die Dynamik.
Insbesondere die zunehmende Dominanz von BigTech-Unternehmen, die Zahlungen intermediieren und Datenzugang kontrollieren, stelle traditionelle Banken vor große Anpassungszwänge.
Tabaković sieht Zentralbank-Digitalwährungen (CBDCs) als potenzielles Modell, um die Souveränität von Bürgern und Staaten über das Zahlungssystem und die generierten Daten zu bewahren.
Serbien habe dies bereits teilweise durch sein nationales Dina-Kartensystem und das Instant-Payment-System erreicht.
Zentralbanken ringen um digitale Kontrolle
Die Rede von Gouverneurin Tabaković reiht sich in die globale Debatte um die Zukunft des digitalen Zahlungsverkehrs ein.
Zentralbanken weltweit, darunter die EZB und die Fed, prüfen die Einführung von CBDCs als Antwort auf die wachsende Macht von BigTech-Unternehmen und die Notwendigkeit, die finanzielle Souveränität und Stabilität zu wahren.
Die Betonung Serbiens auf nationale Zahlungssysteme wie Dina unterstreicht den Wunsch vieler Länder, sich nicht vollständig von internationalen Tech-Giganten abhängig zu machen.
Die Konferenz thematisiert zudem die rechtlichen und regulatorischen Herausforderungen, die mit dieser Transformation einhergehen.
Klarer Appell für digitale Souveränität
Die Rede ist von hoher Relevanz, da sie die strategische Bedeutung von CBDCs für die nationale Souveränität im Angesicht der BigTech-Dominanz klar hervorhebt.
Obwohl keine direkten Policy-Ankündigungen gemacht werden, ist die deutliche Positionierung der serbischen Zentralbank zugunsten von CBDCs als Mittel zur Daten- und Zahlungssystemkontrolle ein starkes Signal.
Sie unterstreicht die wachsende Besorgnis vieler Zentralbanken über die Macht von Technologieunternehmen im Finanzsektor.