Escrivá: Spaniens KMU brauchen mehr als Bankkredit
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Escrivá: Spaniens KMU brauchen mehr als Bankkredit

KMU-Finanzierung: Jenseits des Bankkredits

Der Gouverneur der Banco de España, José Luis Escrivá, fordert eine grundlegende Diversifizierung der Finanzierungsquellen für spanische KMU.

Obwohl Unternehmen ihre Bilanzen gestärkt haben, bleibt der Zugang zu Bankkrediten für Mikro- und Neugründungen schwierig, oft wegen Informationsasymmetrien.

Escrivá sieht in unabhängigen Ratings, einer stärkeren Nutzung von Verbriefungen – wo Spanien im EU-Vergleich deutlich zurückliegt – und Venture Capital entscheidende Hebel.

Eine neue hochrangige Task Force soll nun konkrete Vorschläge erarbeiten und eine europäische Verbriefungsplattform vorantreiben, um das Wachstumspotenzial der spanischen Wirtschaft voll auszuschöpfen.

Kapitalmarktunion: KMU als Treiber

Die Debatte um die Stärkung der europäischen Kapitalmärkte und die Reduzierung der Bankenabhängigkeit gewinnt an Fahrt.

Spaniens Initiative reiht sich in die Bemühungen ein, die Finanzierungslandschaft für kleine und mittlere Unternehmen zu modernisieren.

Diese sind das Rückgrat der europäischen Wirtschaft, doch ihre Finanzierung bleibt oft fragmentiert und zu stark auf traditionelle Bankkredite fixiert.

Die angekündigte Task Force könnte hier einen wichtigen Impuls für die gesamte EU geben.

Mehr als nur Lippenbekenntnisse

Escrivá geht über die reine Diagnose hinaus und kündigt mit der Task Force einen konkreten Mechanismus zur Umsetzung an.

Die detaillierten Zahlen zum Nachholbedarf Spaniens bei Verbriefungen und Venture Capital unterstreichen die Dringlichkeit.

Die Initiative, eine europäische Verbriefungsplattform voranzutreiben, ist ein klares Signal für eine aktive Rolle Spaniens in der europäischen Finanzmarktintegration.