BIS schlägt gestaffelten Ansatz für Bankenliquidität vor
Neues Liquiditätsrahmenwerk für Banken
Mr. Fernando Restoy vom BIS Financial Stability Institute diskutiert die Verbesserung der Liquiditätsrisikokontrolle von Banken nach den Turbulenzen von 2023.
Er kritisiert die Grenzen der aktuellen LCR-Kalibrierung, die extreme Abzugsraten unterschätzt und die Eignung von zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Vermögenswerten in Frage stellt.
Gleichzeitig betont er die Rolle von Zentralbank-Liquiditätsfazilitäten, deren Zugang jedoch operativ herausfordernd sein kann.
Restoy schlägt einen integrierten, gestaffelten Ansatz vor, der regulatorische Anforderungen und Zentralbankunterstützung verbindet.
Dieser umfasst drei Asset-Kategorien: Typ 1 (HQLA für moderate Stressszenarien), Typ 2 (HQLA plus für stehende Fazilitäten geeignete Assets) und Typ 3 (zusätzliche Assets für extreme Notfallliquidität).
Diese sollen über Pillar 1 und Pillar 2 als ergänzende Liquiditätsindikatoren genutzt werden, wobei die Vorpositionierung von Sicherheiten entscheidend ist, um übermäßig restriktive Vorschriften zu vermeiden und die Finanzstabilität zu wahren.
Reaktion auf Liquiditätsturbulenzen 2023
Die Rede des BIS-Vertreters Fernando Restoy ist eine direkte Reaktion auf die Bankenturbulenzen von 2023, die Schwachstellen im Liquiditätsrisikomanagement aufdeckten.
Sie reiht sich in die globale Debatte über die Weiterentwicklung des Basel III-Rahmenwerks ein, insbesondere hinsichtlich der LCR und der Rolle von Zentralbanken als Kreditgeber letzter Instanz.
Der Vorschlag eines integrierten, gestaffelten Ansatzes zur Liquiditätskontrolle spiegelt die Bemühungen wider, Finanzstabilität zu gewährleisten, ohne die Geschäftsmodelle der Banken übermäßig zu belasten.
Wichtiger Impuls für Liquiditätsregulierung
Die Rede des FSI-Vorsitzenden ist hochrelevant, da sie konkrete Vorschläge zur Weiterentwicklung der Liquiditätsregulierung nach den Erfahrungen von 2023 macht.
Der vorgeschlagene gestaffelte Ansatz zur Integration von LCR und Zentralbankliquidität über Pillar 2 ist eine klare Forward Guidance für mögliche zukünftige regulatorische Anpassungen und hat das Potenzial, die Diskussion auf internationaler Ebene maßgeblich zu beeinflussen.
Original: Liquidity requirements and liquidity facilities
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