BIS fordert LAC-Regeln für systemrelevante Banken jenseits der G-SIBs
Finanzierung systemischer Banken in der Krise
Ein Papier der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIS) vom 6. November 2025 beleuchtet die Notwendigkeit von Verlustabsorptionskapazität (LAC) zur Abwicklung systemrelevanter Banken, die nicht zu den global systemrelevanten Instituten (G-SIBs) gehören.
Während für G-SIBs der TLAC-Standard existiert, fehlt eine vergleichbare Abstimmung für die Finanzierung der Abwicklung anderer systemischer Banken.
Die Analyse von sechs Jurisdiktionen zeigt, dass der Anwendungsbereich und die Kalibrierung der LAC-Anforderungen variieren, jedoch stets systemische Überlegungen zugrunde liegen.
Das Papier hebt hervor, dass eine maßgeschneiderte Kalibrierung der LAC für einzelne Banken das Vertrauen in die Abwicklungsfähigkeit stärken könnte, allerdings die Komplexität erhöht.
Lücke in der Abwicklungsfinanzierung
Dieses BIS-Papier fügt sich in die seit der Finanzkrise 2007/08 andauernde Debatte um die effektive Abwicklung systemrelevanter Finanzinstitute ein.
Es adressiert eine kritische Lücke im globalen Regulierungsrahmen, da der Fokus bisher stark auf den G-SIBs lag, während die Abwicklung anderer systemischer Banken (D-SIBs) weniger harmonisiert ist.
Die Diskussion um LAC-Anforderungen für diese Institute ist entscheidend, um die Finanzstabilität zu gewährleisten und Bail-out-Szenarien zu vermeiden.
Das Papier unterstreicht die anhaltende Relevanz der FSB-Arbeit und nationaler Regulierungsbehörden bei der Stärkung der Abwicklungsfähigkeit.
Wichtiger Impuls für Regulierer
Das Papier analysiert LAC-Anforderungen für systemische Banken jenseits der G-SIBs.
Es ist kein direkter Policy-Call, sondern ein wichtiger Impuls für Regulierer, die Harmonisierung und maßgeschneiderte Ansätze für die Abwicklungsfinanzierung von D-SIBs zu vertiefen.
Die Abwägung von Komplexität und Abwicklungssicherheit ist ein zentrales Signal.