BIS: Energiepreisschocks zwingen Notenbanken zum Drahtseilakt
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BIS: Energiepreisschocks zwingen Notenbanken zum Drahtseilakt

Klima-Inflation: Das Notenbank-Dilemma

Steigende Energiepreise, insbesondere jene mit hohem CO2-Fußabdruck, sind ein Inflationsmotor, der Notenbanken vor ein komplexes Dilemma stellt.

Eine neue BIS-Studie vergleicht detaillierte Umwelt- und Geldmodelle für den Euroraum und die USA und zeigt: Sowohl temporäre als auch permanente Preisschocks treiben die Inflation an.

Besonders der langfristige Inflationsdruck hängt stark von Modellannahmen und der geldpolitischen Reaktion ab.

Die Analyse offenbart dabei zwar breite Übereinstimmungen der Modelle, aber auch signifikante länderspezifische Unterschiede in den Auswirkungen.

Klimawandel trifft Geldpolitik

Die Debatte um die Rolle der Zentralbanken im Kampf gegen den Klimawandel gewinnt an Fahrt.

Während einige eine aktivere Rolle fordern, warnen andere vor einer Überfrachtung des Mandats.

Diese BIS-Studie liefert nun die analytische Grundlage, um die makroökonomischen Auswirkungen der Energiewende – und damit verbundener Preisschocks – besser zu verstehen.

Sie adressiert direkt die Frage, wie Notenbanken auf grüne Inflation reagieren sollen, ohne ihre Stabilitätsziele zu gefährden.

Ein zentrales Thema in Zeiten volatiler Energiemärkte und ambitionierter Klimaziele.

Grüne Inflation: Das unbequeme Detail

Die Studie beleuchtet ein zentrales Spannungsfeld der kommenden Jahre: Wie reagiert die Geldpolitik auf Inflationsdruck, der aus der Dekarbonisierung resultiert?

Die Erkenntnis, dass die Wirkung permanenter Schocks stark von der Notenbankreaktion abhängt, ist für die strategische Ausrichtung entscheidend.

Sie unterstreicht die Notwendigkeit, Klimarisiken in die geldpolitische Analyse zu integrieren.