SNB hält an Nullzins fest – Inflationsdruck bleibt mittelfristig
SNB: Nullzins, aber kein Entwarnungssignal
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) belässt ihren Leitzins bei 0 Prozent.
Trotz jüngst leicht unter den Erwartungen liegender Inflation sieht das Direktorium den mittelfristigen Preisdruck als nahezu unverändert an.
Die Vergütung von Sichtguthaben bleibt bis zu einer Schwelle beim Leitzins, darüber mit einem Abschlag von 0,25 Prozentpunkten.
Die SNB bekräftigt zudem ihre Bereitschaft, bei Bedarf am Devisenmarkt zu intervenieren.
Diese Haltung unterstreicht eine vorsichtige Kontinuität, signalisiert aber gleichzeitig, dass die Währungshüter die Lage weiterhin genau beobachten und bei Bedarf anpassen werden, um Preisstabilität zu gewährleisten.
Kontinuität vor Inflationsdämpfung
Die SNB agiert seit Langem in einem Umfeld niedriger Zinsen und hat sich nicht gescheut, den Devisenmarkt zu beeinflussen.
Die heutige Entscheidung, den Nullzins beizubehalten, spiegelt die anhaltende Herausforderung wider, Preisstabilität in einem kleinen, offenen Wirtschaftsraum zu sichern.
Während andere Zentralbanken teils aggressivere Zyklen durchlaufen, setzt die SNB auf Stabilität und eine flexible Interventionsbereitschaft, um sowohl Inflation als auch eine übermässige Frankenstärke zu managen.
Routineentscheidung mit leiser Warnung
Die SNB liefert eine erwartbare Zinsentscheidung.
Die Betonung, dass der mittelfristige Inflationsdruck "nahezu unverändert" bleibt, ist jedoch ein wichtiges Detail.
Es zeigt, dass die Währungshüter trotz kurzfristig niedrigerer Inflationsraten keine Entwarnung geben und bereit sind, bei Bedarf einzugreifen.
Eine klare Forward Guidance bleibt aus, die Tür für zukünftige Anpassungen aber offen.