Barr: Starke Bankenaufsicht schützt Wirtschaft vor Krisen
Barr fordert robuste Bankenaufsicht
Michael S. Barr, Mitglied des Board of Governors des Federal Reserve Systems, sprach am 18. November 2025 an der American University über die zentrale Bedeutung der Bankenaufsicht.
Er betonte, dass ein gesundes Bankensystem entscheidend für die Geldpolitik, Finanzstabilität und Wirtschaftsentwicklung sei.
Barr argumentierte vehement, dass Marktdisziplin allein nicht ausreiche, um exzessive Risikobereitschaft von Banken zu verhindern.
Er verwies auf die globale Finanzkrise, die aufgrund schwacher Regulierung zu verheerenden Folgen wie Millionen verlorener Arbeitsplätze, Zwangsvollstreckungen und einem massiven Vermögensverlust führte, um die Notwendigkeit klarer Leitplanken und effektiver Aufsicht zu untermauern.
Debatte um Regulierung nach jüngsten Bankenpleiten
Barrs Rede fällt in eine Zeit anhaltender Diskussionen über das angemessene Ausmaß der Bankenregulierung, insbesondere nach den regionalen Bankenpleiten Anfang 2023.
Als Fed-Gouverneur mit Zuständigkeit für die Aufsicht ist Barr eine Schlüsselfigur in dieser Debatte.
Seine nachdrückliche Betonung der Lehren aus der globalen Finanzkrise und die Forderung nach robusten "Leitplanken" unterstreichen die konsistente Haltung der Fed, die Finanzstabilität durch strenge Aufsicht zu gewährleisten und einer Deregulierung entgegenzuwirken.
Bekräftigung der Fed-Regulierungsphilosophie
Barrs Rede ist eine deutliche und persönlich untermauerte Bekräftigung der Fed-Position zur Notwendigkeit einer starken Bankenaufsicht.
Obwohl keine neuen politischen Maßnahmen angekündigt werden, liefert sie eine wichtige argumentative Grundlage für die fortgesetzte regulatorische Agenda der Zentralbank.
Die historischen Verweise und die Betonung von Marktversagen machen sie zu einer relevanten Quelle für das Verständnis der aktuellen Haltung der Fed in der Regulierungsdebatte.