Fed-Kommunikation prägt Kanadas Märkte, BoC steuert CAD/USD und Kurzfristen
Fed- vs. BoC-Kommunikation: Markteffekte
Eine neue Studie der Bank of Canada und der BIS analysiert, wie Kommunikationen der Federal Reserve (Fed) und der Bank of Canada (BoC) über Zinsentscheidungen hinaus die kanadischen Finanzmärkte beeinflussen.
Basierend auf einem Hochfrequenz-Datensatz von 1997 bis 2023 zeigt die Analyse, dass nicht-zinsbezogene Ankündigungen eine wesentliche Quelle für geldpolitische Überraschungen und internationale Spillover-Effekte sind.
Fed-Kommunikationen, einschliesslich Reden, Pressekonferenzen und Protokolle, beeinflussen insbesondere langfristige Zinsen und Aktien-Futures in Kanada.
Im Gegensatz dazu wirken sich BoC-Kommunikationen stärker auf kurzfristige Zinsen und den CAD/USD-Wechselkurs aus, da sie grössere Zinsdifferenzialänderungen bewirken, ohne die US-Zinsen signifikant zu beeinflussen.
Die Forward Guidance der Fed kann für kanadische Zinsen ebenso wichtig sein wie die der BoC, wobei die heimische Guidance eine nachhaltigere Wirkung zeigt.
Die Studie stellt zudem eine neue kanadische geldpolitische Ereignisdatenbank bereit.
Zentralbank-Kommunikation & Marktreaktion
Zentralbanken weltweit beobachten die US-Notenbank Fed genau, da deren Politik die globalen Finanzbedingungen massgeblich prägt.
Diese Studie schliesst eine Lücke, indem sie nicht nur Zinsentscheidungen, sondern auch Reden, Pressekonferenzen und Protokolle der Fed und BoC auf ihre Auswirkungen auf offene Volkswirtschaften wie Kanada untersucht.
Die Ergebnisse sind entscheidend für Zentralbanker, um das Ausmass ihrer geldpolitischen Autonomie und die Wirksamkeit ihrer Massnahmen im Kontext internationaler Spillover-Effekte besser zu verstehen.
Kanada dient dabei als ideales Studienobjekt aufgrund seiner engen wirtschaftlichen Verflechtung mit den USA.
Wichtige Einblicke für Zentralbanken
Diese Studie ist äusserst relevant, da sie umfassende Einblicke in die unterschiedlichen Marktreaktionen auf Fed- und BoC-Kommunikationen bietet.
Die Analyse zeigt, wie nicht-zinsbezogene Äusserungen Finanzmärkte beeinflussen und welche Rolle Forward Guidance spielt.
Dies ist entscheidend für das Verständnis geldpolitischer Autonomie und internationaler Spillover-Effekte.
Die Erstellung einer neuen hochfrequenten Datenbank erhöht den Wert.