Asien-Pazifik treibt 24/7-Zahlungsverkehr voran
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Asien-Pazifik treibt 24/7-Zahlungsverkehr voran

Der Weg zum 24/7-Zahlungsverkehr

Der grenzüberschreitende Zahlungsverkehr macht Fortschritte, doch die Entwicklung verläuft regional unterschiedlich.

Eine neue BIS-Umfrage unter 68 Zentralbanken zeigt, dass das Interesse an 24/7-Operationen spürbar zunimmt, wobei die Asien-Pazifik-Region bei der Verknüpfung von Zahlungssystemen die Führung übernimmt.

Parallel dazu schreitet die Einführung von ISO 20022-Nachrichtenstandards und APIs gut voran.

Zahlreiche Jurisdiktionen reformieren zudem ihre rechtlichen Rahmenbedingungen, um Nichtbanken den Zugang zu erleichtern, den Datenschutz zu stärken und Finanzkriminalität risikobasiert zu bekämpfen – oft mit digitalen Identifikatoren.

Die Modernisierung der nationalen Infrastrukturen bleibt dabei der entscheidende Hebel für globale Interoperabilität.

G20-Roadmap: Zahlungsverkehr im Fokus

Die Verbesserung des grenzüberschreitenden Zahlungsverkehrs ist seit Jahren eine Priorität der G20, um Effizienz und Inklusion zu steigern.

Die BIS-Umfrage ist die zweite Iteration eines Monitorings, das den Fortschritt der G20-Roadmap abbildet.

Sie unterstreicht, dass die 'erste und letzte Meile' einer grenzüberschreitenden Transaktion immer noch von nationalen Systemen abhängt.

Die Ergebnisse zeigen, wie komplex die Harmonisierung globaler Finanzinfrastrukturen ist, selbst bei klarem politischem Willen.

Stetiger Fortschritt, ungleiche Geschwindigkeit

Die BIS-Umfrage bestätigt, dass die G20-Initiative Früchte trägt, wenn auch in unterschiedlichem Tempo.

Die technologische Adoption und regulatorische Anpassungen sind auf Kurs.

Doch die regionalen Unterschiede, insbesondere die Vorreiterrolle Asiens, zeigen, dass eine echte globale Harmonisierung noch Jahre dauern wird.

Es ist ein Marathon, kein Sprint.