Olli Rehn: Geopolitik zwingt Europa zur Dreifach-Wende
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Olli Rehn: Geopolitik zwingt Europa zur Dreifach-Wende

Europas Dreifach-Test für Resilienz

Olli Rehn skizziert Europas Weg zur Resilienz inmitten geopolitischer Turbulenzen.

Er fordert einen 'Dreifach-Test' für den Kontinent: massive strategische Investitionen in Verteidigung, eine beschleunigte Dekarbonisierung und die Stärkung der wirtschaftlichen Dynamik durch tiefere Kapitalmärkte und Humankapital.

Während Finnlands Wirtschaft trotz fiskalischer Belastungen erste Erholungssignale zeigt, unterstreicht Rehn die Dringlichkeit konkreter, gemeinsamer Schritte, um Europas Zukunft zu sichern und Abhängigkeiten zu reduzieren, anstatt sich auf bloße Visionen zu verlassen.

Die EU muss 'ihre Angelegenheiten regeln'.

Geopolitik trifft europäische Strategie

Rehns Rede kommt in einer Zeit, in der die Trennung von Geopolitik und Ökonomie endgültig passé ist.

Der Krieg in der Ukraine und globale Machtverschiebungen zwingen Europa, seine strategische Autonomie neu zu definieren.

Sein Plädoyer für einen 'Dreifach-Test' spiegelt einen wachsenden Konsens unter europäischen Entscheidungsträgern wider, dass wirtschaftliche Resilienz untrennbar mit Sicherheit und strategischer Souveränität verbunden ist.

Es ist ein Aufruf, die Lehren aus vergangenen Krisen zu ziehen und proaktiv zu handeln.

Strategischer Weckruf für Europa

Rehn liefert eine umfassende Analyse der geopolitischen Herausforderungen und skizziert einen klaren Fahrplan für Europas wirtschaftliche Resilienz.

Die Betonung konkreter Investitionen in Verteidigung, grüne Transformation und Humankapital ist ein starkes Plädoyer für strategische Autonomie.

Obwohl er die EZB-Geldpolitik erwähnt, liegt der Fokus klar auf strukturellen und strategischen Themen, was die Signalstärke für geldpolitische Entscheidungen auf ein moderates Niveau begrenzt.