Sri Lanka: Stabilität ist kein Luxus, sondern Überlebensfrage
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Sri Lanka: Stabilität ist kein Luxus, sondern Überlebensfrage

Resilienz als neue Normalität

Die Zentralbank Sri Lankas positioniert Stabilität und Resilienz als unverzichtbare Säulen für Wohlstand in einer Welt multipler Schocks.

Gouverneur P. Nandalal Weerasinghe betonte auf der 14. Internationalen Forschungskonferenz, dass die jüngsten Katastrophen – von der Wirtschaftskrise bis zum Zyklon Ditwah – die Fragilität der Stabilität drastisch vor Augen führten.

Zentralbanken müssen nicht nur reagieren, sondern proaktiv Puffer aufbauen: von Währungsreserven über fiskalischen Spielraum bis hin zu robusten Finanzsystemen.

Die Botschaft ist klar: Vorbereitung ist die stärkste Verteidigung gegen unkontrollierbare globale und klimabedingte Schocks.

Kleine Ökonomien im Schock-Modus

Die Rede des Gouverneurs der Zentralbank Sri Lankas spiegelt die globale Erkenntnis wider, dass Unsicherheit zur neuen Normalität geworden ist, wie auch die IWF-Chefin Kristalina Georgieva betonte.

Für kleine, offene Volkswirtschaften wie Sri Lanka, die sich gerade von einer schweren Wirtschaftskrise erholen und nun mit verheerenden Naturkatastrophen kämpfen, ist diese Realität besonders hart.

Die Integration von Klimarisiken in makroökonomische Modelle und die Notwendigkeit agiler Politikrahmen sind nicht länger akademische Übungen, sondern existenzielle Anforderungen, die weit über das traditionelle Mandat der Preisstabilität hinausgehen.

Die harte Realität der Resilienz

Weerasinghes Rede ist ein klares Plädoyer für proaktive Stabilitätspolitik.

Sie geht über die reine Krisenbewältigung hinaus und fordert den systematischen Aufbau von Puffern gegen eine Vielzahl unvorhersehbarer Schocks – von Geopolitik bis Klimawandel.

Für Zentralbanken, insbesondere in vulnerablen Regionen, ist dies eine Blaupause für zukunftsorientiertes Handeln.

Die Betonung von Forschung und internationaler Zusammenarbeit unterstreicht den ganzheitlichen Ansatz.