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Fed-Vize Jefferson: Ausblick, Leitzins-Senkung & Bilanzabbau-Ende

Jeffersons Ausblick: Senkung, Bilanz & Risiken

Philip N. Jefferson, Vizevorsitzender der Federal Reserve, teilte seinen Wirtschaftsausblick mit.

Er sieht ein moderates US-Wirtschaftswachstum, wobei die Auswirkungen des Regierungsstillstands als temporär eingeschätzt werden.

Die Risikobalance hat sich verschoben, mit erhöhten Abwärtsrisiken für die Beschäftigung und leicht gesunkenen Aufwärtsrisiken für die Inflation.

Der Arbeitsmarkt kühlt sich ab, die Arbeitslosenquote wird bis Jahresende leicht auf 4,3 Prozent steigen.

Die Inflation stagniert knapp unter 3 Prozent, hauptsächlich aufgrund von Zöllen, die als einmalige Preisniveauverschiebung betrachtet werden.

Jefferson unterstützte die jüngste Leitzinssenkung um 25 Basispunkte, da die Politik nun näher am neutralen Niveau sei.

Er befürwortete auch das Ende des Bilanzabbaus zum 1. Dezember, nachdem die Bestände um 2,2 Billionen Dollar reduziert wurden.

Künftig wird die Bilanz vorerst stabil gehalten, wobei Erlöse aus Agency-Wertpapieren in T-Bills reinvestiert werden, um ein reines Treasury-Portfolio anzustreben.

Die zukünftige Politik bleibt datenabhängig und wird von Sitzung zu Sitzung neu bewertet.

Einordnung der Fed-Position in turbulenter Zeit

Die Rede des Fed-Vizevorsitzenden Jefferson bietet entscheidende Einblicke in die aktuelle Haltung der Zentralbank.

Sie erfolgt nach einer Leitzinssenkung und dem Abschluss des Bilanzabbaus, was eine Anpassung der Geldpolitik signalisiert.

Der anhaltende Regierungsstillstand und die damit verbundenen Datenverzögerungen erhöhen die Komplexität der Lage.

Jeffersons Betonung alternativer Informationsquellen und direkter Kontakte zu Unternehmen unterstreicht die Flexibilität der Fed.

Seine detaillierten Ansichten sind für das Verständnis der Fed-Strategie im Umgang mit dem dualen Mandat und den sich entwickelnden Wirtschaftsrisiken von großer Bedeutung.

Klare Signale zu Geldpolitik und Risikobewertung

Jefferson, als Vizevorsitzender der Fed, liefert eine detaillierte Begründung für die jüngste Leitzinssenkung und das Ende des Bilanzabbaus.

Seine Einschätzung der Risikobalance (erhöhte Arbeitsmarktrisiken, gesunkene Inflationsrisiken) ist entscheidend.

Die Ausführungen zur Bilanzstrategie und dem datenabhängigen Vorgehen bieten wichtige Forward Guidance für Marktteilnehmer und beeinflussen die Erwartungen an die zukünftige Geldpolitik.

Original: Philip N Jefferson: Economic outlook and monetary policy

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