Post-Quanten-Krypto: Zahlungssysteme im Härtetest
Die Tücken der Quanten-Kryptografie
Zahlungssysteme sind noch nicht bereit für die Post-Quanten-Ära: Ein Test von Notenbanken und Swift zeigt erhebliche Performance-Einbußen beim Einsatz quantensicherer Kryptografie.
Im Rahmen von 'Project Leap Phase 2' ersetzten die Partner traditionelle digitale Signaturen durch Post-Quanten-Algorithmen in einem operativen System für Liquiditätstransfers.
Das Experiment, an dem unter anderem die Bundesbank und die Bank von Italien beteiligt waren, offenbarte nicht nur technische Hürden bei der Systemintegration, sondern auch deutliche Geschwindigkeitsunterschiede.
Die Migration zu quantensicheren Lösungen ist komplex und erfordert eine frühzeitige, koordinierte Vorbereitung des gesamten Finanzökosystems.
Finanzsystem im Quanten-Zeitalter
Die Bedrohung durch Quantencomputer für die globale Finanzinfrastruktur ist real, wenn auch noch nicht unmittelbar.
Seit Jahren warnen Experten vor der potenziellen Fähigkeit dieser Maschinen, heutige Verschlüsselungsstandards zu brechen.
Notenbanken und Finanzinstitute weltweit investieren daher in Forschung und Entwicklung, um präventiv quantensichere Lösungen zu implementieren.
'Project Leap' ist Teil dieser globalen Anstrengungen, die Resilienz des Finanzsystems gegen zukünftige Cyber-Angriffe zu stärken und eine reibungslose Migration zu gewährleisten, bevor die Bedrohung akut wird.
Mehr Technik als Politik
Der Bericht liefert konkrete technische Erkenntnisse über die Herausforderungen bei der Implementierung quantensicherer Kryptografie in Zahlungssystemen.
Die Performance-Unterschiede sind ein klares Signal für den immensen Aufwand, der noch betrieben werden muss.
Für Policy-Experten ist es eine Bestätigung der Dringlichkeit koordinierter Vorbereitung, doch die Implikationen sind primär operativer Natur.
Original: Project Leap phase 2: quantum-proofing payment systems
IN: