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BIS-Projekt Meridian FX demonstriert grenzüberschreitende FX-Interoperabilität

Erfolgreiche FX-Transaktionssynchronisation

Project Meridian FX, eine Zusammenarbeit der BIZ mit der Bank of England, der Banque de France, der Banca d'Italia, der Deutschen Bundesbank und der EZB, hat erfolgreich die Interoperabilität von grossen Zahlungsinfrastrukturen wie RTGS-Systemen für Devisentransaktionen mittels neuer Technologien demonstriert.

Das Projekt zeigte, dass FX-Transaktionen über verschiedene Jurisdiktionen und Infrastrukturtypen hinweg abgewickelt werden können.

Durch den Einsatz von Distributed-Ledger-Technologie wurde die Synchronisation der Abwicklung von FX-Transaktionen nach dem Payment-versus-Payment-Prinzip erreicht, was das Abwicklungsrisiko reduziert.

Meridian FX adressiert damit Ziele der G20-Roadmap zur Verbesserung grenzüberschreitender Zahlungen, insbesondere die Verringerung des FX-Abwicklungsrisikos und die Schaffung realistischer Verbindungen zwischen den Zahlungsinfrastrukturen.

Die Synchronisation kann zudem Liquiditäts- und Kreditrisiken im Devisenmarkt mindern.

Das Projekt verband ein synthetisches britisches RTGS-System mit drei experimentellen Eurosystem-Lösungen und zeigte, dass die Synchronisation technologie- und asset-agnostisch ist, was ihr Potenzial für andere Märkte unterstreicht.

Die gewonnenen Erkenntnisse fliessen in die Arbeitsprogramme der teilnehmenden Zentralbanken ein.

Fortschritt für globale Zahlungsinfrastruktur

Das Projekt Meridian FX ist ein wichtiger Schritt zur Modernisierung und Effizienzsteigerung des globalen Devisenmarktes.

Es adressiert direkt die von der G20 geforderte Verbesserung grenzüberschreitender Zahlungen, insbesondere die Reduzierung von Abwicklungsrisiken.

Die erfolgreiche Demonstration der Interoperabilität zwischen verschiedenen RTGS-Systemen und die Anwendung von DLT für synchronisierte FX-Abwicklungen zeigen das Engagement der Zentralbanken, innovative Lösungen für die Herausforderungen im internationalen Zahlungsverkehr zu finden.

Dies könnte langfristig zu sichereren, schnelleren und kostengünstigeren grenzüberschreitenden Transaktionen führen und die Finanzstabilität stärken.

Wichtiger technischer Meilenstein

Das Projekt Meridian FX ist ein wichtiger technischer Meilenstein für die Zentralbanken, da es die Machbarkeit der Interoperabilität von Zahlungsinfrastrukturen für FX-Transaktionen demonstriert.

Es liefert konkrete Ergebnisse zur Reduzierung von Abwicklungs-, Liquiditäts- und Kreditrisiken im Devisenmarkt, was für die Finanzstabilität von Bedeutung ist.

Obwohl es sich um eine deskriptive Darstellung eines erfolgreichen Prototyps handelt, signalisiert es die Richtung künftiger Entwicklungen im grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr und die Bereitschaft zur Nutzung neuer Technologien.