Das Private-Equity-Rätsel lebt: Öffentliche Firmen rentabler
Renditen: Privat vs. Öffentlich
Die Renditen börsennotierter Unternehmen übertrafen in den letzten 30 Jahren (1989-2022) meist jene von Privatfirmen.
Ein neues Fed-Working Paper bestätigt das sogenannte „Private-Equity-Rätsel“, wonach Privatunternehmen trotz Illiquidität und Managementaufwand keine Prämie erzielen.
Die Autoren nutzen dafür die Survey of Consumer Finances (SCF) und validieren deren Daten umfassend gegen externe Aggregate wie IRS-Steuerdaten und Transaktionsdaten.
Nur in den Jahren vor der globalen Finanzkrise (2000-2010) kehrte sich das Bild um, was diesen Zeitraum als Ausreißer erscheinen lässt.
Die Vermessung des Privatsektors
Daten zu Privatunternehmen sind notorisch schwer zu fassen, was die Analyse ihrer Rolle in der Vermögensverteilung und Wirtschaft erschwert.
Die Autoren adressieren die Skepsis gegenüber Umfragedaten, indem sie die SCF-Ergebnisse akribisch mit Steuer- und Transaktionsdaten abgleichen.
Dies schafft eine robustere Grundlage für die Bewertung eines Sektors, dessen ökonomische Größe der des öffentlichen Sektors ebenbürtig ist.
Altes Rätsel, neue Evidenz
Das Paper liefert eine wichtige Aktualisierung und Validierung der Renditen von Privatunternehmen.
Es bestätigt das „Private-Equity-Rätsel“ für den Großteil der letzten drei Jahrzehnte und stärkt das Vertrauen in die SCF-Daten als Quelle für die Analyse des Privatsektors.
Für Vermögensallokation und Politik ist das relevant.
Original: Rates of return on private and public businesses
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