BIS präzisiert Basel-III-Prüfung für Banken
Neue Richtlinien für Basel-III-Prüfungen
Der Basler Ausschuss für Bankenaufsicht (BIS) hat am 3. Dezember 2025 eine überarbeitete Version seines Handbuchs für Länderbewertungen veröffentlicht.
Das Dokument beschreibt die Methodik, mit der die Vollständigkeit und Konsistenz nationaler Aufsichtsregulierungen mit dem globalen Basel-Rahmenwerk überprüft werden.
Diese Bewertungen sind Teil des Regulatory Consistency Assessment Programme (RCAP) des Ausschusses.
Die aktuelle Überarbeitung enthält spezifische Leitlinien für die Bewertung der Basel-III-Revisionen, insbesondere hinsichtlich risikogewichteter Aktiva und des Leverage-Ratio-Rahmenwerks.
Das Handbuch ist als flexibles Kompendium konzipiert und wird bei Bedarf angepasst.
Stärkung der globalen Bankenaufsicht
Die Aktualisierung des RCAP-Handbuchs ist ein weiterer Schritt zur Stärkung der globalen Finanzstabilität und zur Sicherstellung eines einheitlichen Regulierungsrahmens.
Seit der Finanzkrise 2008 ist die Harmonisierung der Bankenaufsicht ein zentrales Anliegen, um regulatorische Arbitrage zu verhindern und gleiche Wettbewerbsbedingungen zu schaffen.
Die Präzisierung der Bewertungsrichtlinien für risikogewichtete Aktiva und die Leverage Ratio ist besonders relevant, da diese Kennzahlen das Fundament der Bankenkapitalisierung bilden und direkt die Widerstandsfähigkeit des Finanzsystems beeinflussen.
Die BIS unterstreicht damit ihr Engagement, die Basel-Standards kontinuierlich zu verfeinern und deren konsistente Umsetzung weltweit zu gewährleisten.
Pflichtlektüre für Regulierer
Dieses Handbuch ist für Aufsichtsbehörden und Banken, die mit der Umsetzung von Basel III befasst sind, von hoher Relevanz.
Es präzisiert die Methodik, nach der die Einhaltung der globalen Standards für risikogewichtete Aktiva und die Leverage Ratio bewertet wird.
Es handelt sich jedoch um eine technische Aktualisierung eines bestehenden Programms und nicht um eine neue politische Ankündigung.
Daher liefert es zwar wichtige prozedurale Klarheit, sendet aber keine direkten neuen Signale bezüglich der zukünftigen Ausrichtung der Geld- oder Finanzpolitik.
Die Relevanz liegt in der Detailtiefe für Spezialisten.